
„Versuchten Totschlag“ wirft die Staatsanwaltschaft Siegen einem 89jährigen Mann aus der Gemeinde Burbach vor. Heute hat vor der Ersten Großen Strafkammer des Landgerichts der Strafprozess gegen den nicht vor bestraften Senior begonnen. Er soll im November 2021 mit einem Gewehr auf den Lebensgefährten seiner Tochter geschossen und ihn dabei am Hals getroffen haben. Zum Prozessauftakt hat sich der Angeklagte zu seiner Tat geäußert: „Ich habe nicht nachgedacht“. Mit diesen Worten erklärte der Angeklagte seine Tat. Nach dem Tod seiner Frau im Februar 2021 habe man sich nicht mehr um ihn gekümmert. Er äußerte auch den Verdacht seine Tochter und ihr Lebensgefährte hätten ihn vergiften wollten. Um sich zu wehren, griff der 89jährige zu einem Gewehr, das seit mehr als 50 Jahren auf seinem Schrank gelegen hatte. Damit schoss damit einmal auf den Hals des Lebensgefährten. Die Zeugen, die heute von der Strafkammer angehört wurden, haben das Tatgeschehen bestätigt. Für das Verfahren sind insgesamt vier Verhandlungstage angesetzt.