
Der Siegener Schulausschuss spricht heute über die Zukunft der Siegener Schullandschaft – vier Wochen nach einem Bürgerentscheid, bei dem sich eine Mehrheit für den Erhalt von Haupt- und Realschulen in Siegen ausgesprochen hat.
Schon im Vorfeld der Sitzung haben sich einige Parteien in Siegen zu Wort gemeldet. Die meisten von ihnen hatten letztes Jahr im Rat für die Schließung von Haupt- und Realschulen gestimmt und stattdessen die Errichtung einer vierten Gesamtschule beschlossen. Die ist einigen Gegnern des Beschlusses ein Dorn im Auge. Doch CDU und SPD haben sich die Woche bereits zu Wort gemeldet und gesagt, dass das Ergebnis des Bürgerentscheids die Gesamtschule nicht stoppen werde – eher im Gegenteil. Man komme damit dem Wunsch von vielen Eltern in Siegen nach. Kritisch äußern sich UWG, GfS und FDP. Sie sind der Meinung, dass das bisherige Anmeldeverfahren jedes Jahr Haupt- und Realschulen benachteiligt. In einem Antrag für den Ausschuss heute fordern sie eine Anpassung. UWG, GfS und FDP hatten sich immer gegen die Ratsmehrheit gestemmt und den Erhalt von Haupt- und Realschulen gefordert.
Obwohl der Bürgerentscheid zum Ausgang von Haupt- und Realschulen positiv ausging, wird er für das nächste Schuljahr ins Leere laufen. Alle drei Schulen haben nämlich zu wenige Anmeldungen bekommen. Die Hauptschule Achenbach wird also nicht an den Start gehen. Die beiden Realschulen werden zusammengelegt.