
Der evangelische Kirchenkreis Siegen-Wittgenstein gibt die Trägerschaften von elf Kindertageseinrichtungen im Kreisgebiet zum 31. Juli 2026 ab. Das hat Superintendentin Kerstin Grünert angekündigt. Diese Entscheidung sei aus personellen, finanziellen und organisatorisch-strukturellen Gründen gefallen. Der evangelische Kirchenkreis ist aktuell Träger von 56 Kitas. Verwaltungsleiter Oliver Berg sagt, dass der Kirchenkreis die Belastung durch den kirchlichen Trägeranteil und die Verluste aus dem Betrieb der Einrichtungen nicht mehr stemmen könne.
Abgabe zum 31. Juli 2026
Diese elf Kitas will der Kirchenkreis Siegen-Wittgenstein zum 31. Juli 2026 abgeben:
- Kita Eiserntalstraße, Eiserfeld
- Kita Jasminweg, Geisweid
- Kita Stormstraße, Geisweid
- Kita Mühlbergsiedlung, Buschhütten
- Kita Bürbach, Bürbach
- Kita Altstadt, Siegen
- Kita Piccolino, Oberholzklau
- Kita Mittendrin, Wiederstein
- Kita Meisenhaus, Rinsdorf
- Kita Spatzennest, Wilnsdorf
- Kita Zwergenland, Girkhausen
Das Personal der betroffenen Kitas will der Kirchenkreis in seinen anderen Kindertagesstätten einsetzen. Oliver Berg: “Wir brauchen weiterhin alle unsere Mitarbeitenden und sie werde auch weiter bei uns beschäftigt sein. Die Betreuung der Kinder ist bei uns bis zum 31. Juli 2026 gewährleistet.”
Reaktionen folgen auf dem Fuß
Die Stadt Siegen hat auf die gestrige Ankündigung des Kirchenkreises mit Unverständnis reagiert – hinsichtlich des Vorgehens und des Zeitpunkts der Ankündigung. Sie spricht von einem “enttäuschenden und familienunfreundlichen Schritt”. Der Kirchenkreis sei in der Verantwortung, für die bestehenden Einrichtungen und Plätze andere Träger zu finden, die die Arbeit fortsetzen.
Die SPD Wilnsdorf fordert eine sofortige Sondersitzung zur Zukunft der Kitas in Wilnsdorf. Die SPD Freudenberg fordert die Landesregierung NRW erneut auf, das Kinderbildungsgesetz zu reformieren und ausreichend Geld zur Verfügung zu stellen.