
Heute ist bundesweiter Warntag. Um 11 Uhr heulen die Sirenen und die meisten Handys melden sich. Diesen Stresstest für unsere Warn-Infrastruktur gibt es seit 2020. Selbst in dieser relativ kurzen Zeit hat sich viel getan: Viele neue Sirenen wurden installiert, auch bei uns in Siegen-Wittgenstein – rund 240 sind es mittlerweile wieder. Weitere sollen folgen. 35 allein in Bad Berleburg. Und auch beim digitalen Warnen hat sich dank der Warn-Apps und Cell Broadcast viel getan. Um 11 Uhr bimmelt und schrillt es fast überall um uns herum.
Was passiert beim bundesweiten Warntag?
Um 11 Uhr verschickt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) über das Modulare Warnsystem des Bundes (MoWaS) eine Probewarnung. Sie wird unter anderem über Radio und Fernsehen, Warn-Apps, digitale Anzeigetafeln und Cell Broadcast verbreitet. Zusätzlich können Kommunen Sirenen und Lautsprecherwagen einsetzen. Gegen 11:45 Uhr folgt die bundesweite Entwarnung. Für die Bevölkerung besteht keine Gefahr und kein Handlungsbedarf.
Warum gibt es Warntage überhaupt?
In NRW werden seit 2018 regelmäßig Warntage durchgeführt. Der erste Bundesweite Warntag fand 2020 statt. Mittlerweile wird bundesweit in der Regel jedes Jahr am zweiten Donnerstag im September getestet. Alarmsysteme müssen zum Katastrophenfall getestet werden, Bürgerinnen und Bürger generell "sensibilisiert" werden. Am 11. September 2025 fand der letzte bundesweite Warntag statt.
Generell werden zwei Ziele verfolgt. Zum einen, die technische Warninfrastruktur einer Belastungsprobe zu unterziehen und zum anderen, der Bevölkerung Wissen zum Thema Warnung zu vermitteln. "Wenn die Abläufe der Warnung vertraut sind, kann man im Ernstfall besser reagieren", argumentiert das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) nach dem Bundesweiten Warntag 2024.
Über welche Wege werden wir informiert?
Dies sind die Wege, die dafür sorgen sollen, dass die allermeisten Menschen am Warntag erreicht werden können:
- Sirenen: Rund 6.500 Sirenen gibt es mittlerweile in NRW
- Warn-Apps: NINA oder Katwarn sollen eine Probewarnung versenden
- Medien: Unter anderem bei uns im Radio werdet ihr informiert. Es wird ein Warntext durchgegeben
- Infotafeln: Die Infotafeln, beispielsweise in Innenstädten oder an wichtigen Kreuzungen, werden auch auf den Warntag hinweisen
- Bahnsteige und Züge: Auch hier sollen Durchsagen sowie Meldungen auf Anzeigetafeln durchgegeben
- Cell Broadcast: Smartphones werden durch das Cell Brodcast-System mit einem Warntext und einen lauten Ton bestückt. (Hinweis: Das Cell Broadcast-System entwarnt nicht um 11:45 Uhr wie die anderen Systeme)
