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Rotmilan im Siegerland vergiftet?
© Kreis Siegen-Wittgenstein
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Rotmilan im Siegerland vergiftet?

Im südlichen Siegerland ist ein Rotmilan unter verdächtigen Umständen gestorben. Das Tier lag tot im Nest, die Jungvögel wurden in eine Aufzuchtstation gebracht.

Veröffentlicht: Dienstag, 30.05.2023 14:03

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Ein toter Rotmilan beschäftigt aktuell die Kreisverwaltung. Um die Tiere beobachten zu können, hat die Biologische Station an drei potenziellen Brutplätzen bei Burbach und Neunkirchen Kameras angebracht. Anfang Mai schlüpften dort auch tatsächlich Jungvögel, doch zehn Tage später lag die Mutter tot im Nest. Da auch der Vater nicht mehr auftauchte, holten die Mitarbeiter der Biologischen Station die Jungtiere aus dem Nest. Sie werden jetzt in einer Auswilderungsstation aufgezogen. Die Mutter wird obduziert, denn es gibt Hinweise, dass sie vergiftet wurde. Europaweit werden viele Rotmilane gezielt vergiftet oder sterben an Ködern, die z.B. für Waschbären gedacht sind. Rotmilane sind in Deutschland streng geschützt. 65 Prozent des gesamten weltweiten Bestands kommen in Deutschland vor. Der Kreis bittet, tote Greifvögel unbedingt der Polizei oder der Biologischen Station zu melden.

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