
So funktioniert das neue System in der Kreisleitstelle.
Zeitersparnis
In der Kreisleitstelle zählt bei schweren Unfällen oder Erkrankungen jeder Augenblick. Durch die neue Technik können Rettungswagen und Notärzte jetzt deutlich früher ausrücken. Laut Landrat Andreas Müller spart das System im Idealfall bis zu 40 Sekunden ein, was bei lebensbedrohlichen Situationen den entscheidenden Unterschied machen kann.
„Dadurch gewinnen wir wichtige Zeit, bis zu 30 oder sogar 40 Sekunden. Die können entscheidend sein, wenn es darum geht, Leben zu retten“ - Andreas Müller, Landrat.
So funktioniert der "Sofortalarm"
Sobald ein Anrufer den Ort und die Art des Notfalls nennt, können die Disponenten den Alarm auslösen. Das geschieht parallel zum laufenden Gespräch, sodass keine Zeit durch weitere Detailabfragen verloren geht. Die Einsatzkräfte erhalten alle weiteren Informationen direkt digital in ihre Fahrzeuge geschickt, während sie bereits auf dem Weg zum Einsatzort sind.
„Innerhalb der ersten 10 bis 15 Sekunden eines Notrufs wissen wir, wo der Notfall ist und ob der Einsatz auf die Entsendung eines Rettungswagens und eines Notarzteinsatzfahrzeuges hinausläuft“ - Thomas Tremmel, Kreisbrandmeister.
Erste Einsätze
Das System wurde von den Mitarbeitern der Leitstelle selbst programmiert und hat sich laut Kreisverwaltung bereits in der Praxis bewährt. Seit der Einführung wurde der Sofortalarm schon zwölfmal genutzt, unter anderem bei einem schweren Sturz von einer Leiter. Die Entscheidung über den Einsatz der Funktion liegt immer bei den erfahrenen Disponenten am Telefon.
„Bei sehr dringlichen, lebensbedrohlichen Ereignissen setzen wir den Sofortalarm ein, wenn wir also wissen, dass eine Person beispielsweise nicht mehr atmet oder bewusstlos ist“ - Thomas Tremmel, Kreisbrandmeister.