
Am Mittwochabend (04.11.) befassten sich die Politiker im Rat intensiv mit der drohenden Produktionspause.
Breite Solidarität
Im Siegener Rat herrschte am Mittwochabend (04.11.) eine seltene Einigkeit unter den verschiedenen Fraktionen. CDU, SPD, Grüne, Linke, FDP, UWG und Volt brachten gemeinsam einen Dringlichkeitsantrag auf den Weg. Nur die AfD stimmte als einzige Partei gegen die Resolution zur Rettung des Standorts Geisweid.
Sorge um Arbeitsplätze
Hintergrund der Debatte ist die angekündigte Pause der Stahlproduktion ab Mitte des Jahres 2028. Die Gewerkschaft IG Metall befürchtet, dass dies das endgültige Aus für rund 350 Beschäftigte bedeuten könnte. Viele Betroffene verfolgten die emotionale Diskussion vor Ort auf den voll besetzten Zuschauerplätzen.
Forderung an Berlin
Die Resolution richtet sich sowohl an die Bundespolitik als auch direkt an die Konzernleitung der DEW. Gefordert werden unter anderem ein wettbewerbsfähiger Industriestrompreis sowie ein klares Bekenntnis zum Geisweider Traditionsstandort. Die Unternehmensführung soll zudem durch gezielte Modernisierungsinvestitionen eine langfristige Perspektive schaffen.