
Rainer Otto vom Siegerländer Kreisimkerverein sagt uns im Radio Siegen-Interview, dass sich weder die Zahl der Völker noch die der einzelnen Bienen grundlegend verändert hat.
Bienen ernähren sich auf Kahlflächen
Der Pressesprecher der Siegerländer Imkerinnen und Imker hat uns versichert, dass wir in Siegen-Wittgenstein weiterhin viele Bienen haben – zwischen zwei und zweieinhalb Millionen, verteilt auf etwa 500 Völker. Reichlich Futter hätten die Tiere zuletzt vor allem auf den gerodeten Waldflächen gefunden, so Otto am Radio Siegen-Mikrofon. Hier würden sich die Tiere etwa am Fingerhut, der viele gerodete Waldflächen bis vor ein paar Tagen noch in lila-pinke Felder verwandelt hatte, ernähren. Aktuell würden die Bienen etwa den Salbei-Gamander anfliegen.
Bis zu 60 Kilo Honig: Rekord
Jedes Bienenvolk könnte in diesem Jahr 50 bis 60 Kilo Honig produzieren. Damit könnten die Imkerinnen und Imker hier bei uns 25 bis 30 Tonnen Honig ernten. Das sind 60.000 handelsübliche Gläser.
Schlechter geht es Wildbienen
Nicht so gut geht es den Wildbienen. Wildbienen-Hotels seien hier zwar gut gemeint, würden aber laut Otto das Anforderungsprofil der Tiere oft nicht bedienen. Stattdessen sollten wir unsere Vorgärten entsprechend bienenfreundlich gestalten, so Otto am Radio Siegen-Mikrofon. Am besten seien Gärten mit Sträuchern und Pflanzen zum Bestäuben.