
Seit Monaten sind Hotel- und Gastronomiebetriebe geschlossen. Sie hatten auf das gestrige Bund-Länder-Treffen gehofft – und sind von den Ergebnissen maßlos enttäuscht. Lars Martin vom DEHOGA Westfalen befürchtet, dass nun heimlichen, nicht rückverfolgbaren Treffen im privaten Raum Vorschub geleistet. Der Tourismusverband NRW schließt sich dieser Kritik an: „Die Ergebnisse der Bund-Länder-Gespräche sind ein Schlag ins Gesicht der gesamten Tourismusbranche. Von den groß angekündigten Öffnungsperspektiven für die Wirtschaft sehen wir nahezu nichts – nur für die Außengastronomie gibt es eine vage Perspektive“, moniert der Verband. Für den Einzelhandel sind Lockerungen angekündigt: shoppen mit Termin soll erlaubt werden. Iris Ramroth ist Einzelhändlerin in Kreuztal. Sie sagte Donnerstagmorgen im Radio-Siegen-Interview: „Der Ärger ist einfach riesengroß. Wir werden als Einzelhändler im Stich gelassen. Jetzt haben wir wieder zusätzliche Auflagen, die wir erfüllen müssen.“