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Reaktion auf Schlägerei
© CDU Bad Laasphe
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Reaktion auf Schlägerei

Die Bad Laaspher CDU hat am Donnerstag eine Stellungnahme zu dem bekannt gewordenen Vorfall im Banfetal veröffentlicht.

Veröffentlicht: Donnerstag, 12.02.2026 18:46

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Im Banfetal im Wittgensteiner Land soll es in der Nacht von Freitag auf Samstag eine Schlägerei gegeben haben. Ein 24‑jähriger Mann wurde dabei verletzt. Zwei Männer aus der CDU Bad Laasphe sollen ihn geschlagen haben – ein Ratsmitglied und ein sachkundiger Bürger. Die CDU Bad Laasphe hat sich jetzt (Donnerstag, 12.2.2026) zu dem Fall geäußert. Fraktions- und Stadtverbandsvorsitzende Linda Laubisch sagt: Die Sache belastet die Stadt und die politische Arbeit sehr. Die CDU wünscht dem verletzten Mann schnelle Genesung. Die Partei hat erste Schritte eingeleitet: die beiden betroffenen CDU-Mitglieder lassen ihre politischen Ämter vorerst ruhen. Sie nehmen nicht mehr an Sitzungen teil und vertreten die Partei bis auf Weiteres nicht. Auch der Posten des stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden wird neu besetzt. Die betroffenen CDU-Mitglieder wollen außerdem ihre Aufwandsentschädigungen spenden. Die CDU betont: Gewalt lehnen wir ab. Gleichzeitig müsse man das laufende Verfahren abwarten. Es war Strafanzeige erstattet worden. Wenn das Verfahren abgeschlossen ist, will die CDU den Fall erneut bewerten. 

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Die Stellungnahme im Wortlaut:

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"Die Vorfälle in Banfe haben unsere Stadt und unsere politische Arbeit erheblich belastet. Unser Mitgefühl gilt der verletzten Person. Wir wünschen eine vollständige und schnelle Genesung.

Der entstandene Vertrauensschaden wiegt schwer. Gewählte Mandatsträger tragen eine besondere Verantwortung – ihr Verhalten wird nicht nur politisch, sondern auch persönlich an hohen Maßstäben gemessen. Dieses Vertrauen zu schützen, ist meine Verantwortung als Fraktionsvorsitzende.

Wir haben die notwendigen Schritte eingeleitet.

Die betroffenen Mitglieder lassen ihre Ämter bis zum Abschluss des Verfahrens ruhen. Darüber hinaus werden sie ab sofort bis auf Weiteres nicht an der Fraktionsarbeit teilnehmen. Sie nehmen weder an Sitzungen noch an öffentlichen Terminen teil und vertreten sowohl die Fraktion als auch die Partei in keiner Funktion mehr.

Die Funktion des stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden wird neu besetzt, um Führung und Arbeitsfähigkeit der Fraktion jederzeit verlässlich sicherzustellen.

Mit diesen Maßnahmen setzen wir ein klares Signal:

Politische Verantwortung endet nicht im Sitzungssaal.

Gleichzeitig achten wir die Grundsätze unseres Rechtsstaates. Wir sind überzeugt, damit einen verantwortungsvollen und angemessenen Ausgleich zwischen Konsequenz und Fairness gefunden zu haben.

Die betroffenen Mitglieder haben zudem entschieden, sowohl die zuletzt ausgezahlten als auch während des Ruhens weiterhin fließenden Aufwandsentschädigungen für einen gemeinnützigen Zweck zu spenden.

Für uns gilt klar: Gewalt widerspricht unserem Werteverständnis.

Über mögliche strafrechtliche Konsequenzen entscheidet allein das Ergebnis des laufenden Verfahrens. Wir vertrauen auf die zuständigen Behörden.

Nach Abschluss des Verfahrens werden wir die Situation auf Grundlage der dann vorliegenden Erkenntnisse neu bewerten und entsprechende Entscheidungen treffen.

Unser Fokus liegt nun auf stabiler, verlässlicher und verantwortungsvoller Arbeit für Bad Laasphe."

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