
Kneipen, Cafés und Bars bleiben wegen Corona weiterhin geschlossen. „Wir hatten damit gerechnet und kommen damit klar“, sagte Lars Martin vom Hotel und Gaststättenverband DEHOGA im Radio-Siegen-Interview. Natürlich wäre es den Gastronomen jetzt lieber, selbst für ihren Lebensunterhalt zu sorgen, als für ein Sonderopfer entschädigt zu werden. Einzelne Gastronomen blicken skeptisch in die Zukunft. „Das ist gerade eine ganz, ganz harte Zeit für uns“, sagt Bruno Leo, der in Anzhausen das Restaurant „Picco Bello“ betreibt. November und Dezember seien vom Umsatz hier die wichtigsten Monate des Jahres. Frank Kretschmer aus Netphen ist Besitzer des „Keiler House“ und einer Event-Agentur. Im Moment bietet er beim Deuzer Bahnhof Essen „to go“ an – hat sich aber auch schon einen Pförtner-Job besorgt. Die Politik hat gestern kein Böllerverbot an Silvester beschlossen – auf belebten Straßen und Plätzen soll Feuerwerk aber von Kommunen untersagt werden. Thomas Fischer vom Freudenberger Unternehmen Fischer Pyrotechnik ist über diese Entscheidung einigermaßen erleichtert. Der Verkauf von Silvesterfeuerwerk bringe wenigstens etwas an Umsatz.