Anzeige
Rat in Bad Laasphe diskutiert über Netto, B62 und Windräder
© Bernd Müller
Teilen:

Rat in Bad Laasphe diskutiert über Netto, B62 und Windräder

Veröffentlicht:

Anzeige

Netto-Markt an der B62

Anzeige

In Bad Laasphe gibt es Streit über einen Netto-Markt an der B62, direkt gegenüber vom Rathaus. Die Stadtverwaltung hatte dem Investor zwar ein Vorverkaufsrecht eingeräumt. Doch im Rat gestern Abend wurde die Entscheidung vertagt.

Die FDP hatte per Nein-Antrag begründet, warum man neben vier anderen großen Märkten und Discountern einen "Netto" als 5. Versorger nicht braucht: Sowieso schon hohe Kaufkraftbindung, genügend Lebensmittel-Anbieter, wertvolle Grün- und Parkflächen für Altstadtbesucher und Touristen, kein aktuelles Einzelhandelskonzept. Es gebe mehr Nacht- als Vorteile, so die FDP. Die CDU will den Markt hingegen unbedingt. Aber die SPD sorgt - noch einmal - für Aufschub: Die Entscheidung wird vertagt, bis es einen Stadtplaner und ein neues Einzelhandelskonzept gibt - also etwa bis Mitte 2023. Vorab könnte es dann wohl eine Bürgerbefragung geben.

Anzeige

B62-Erneuerung

Anzeige

In Bad Laasphe hat der Rat am Abend über die marode B62 gesprochen. Sie führt mitten durch die Innenstadt und soll erneuert werden. Über Dauer und Umfang der Sanierung scheiden sich aber in Bad Laasphe die Geister.

Die B 62 ist hin! Überschwere LKW, jede Menge Durchgangsverkehr, lehmiger Untergrund. Trotzdem - so hieß es am Abend im Rat - gebe es immer noch Proteste der organisierten Händlerschaft. Demnach müsse eine Oberflächensanierung reichen, denn man will keine Kunden durch Vollsperrungen verlieren. Das, so die Ratsmehrheit, sei aber keine Lösung. Stattdessen sollten Politik und Anwohner mitreden dürfen bei der innerörtlichen Straßenplanung. Hierfür gibt es einen Vertrag mit dem Landesbetrieb Straßen.NRW: Planungskosten teilen, dafür Mitsprache in Workshops, bei Umleitungen und beim Baumanagement.

Anzeige

Windräder bei Fischelbach-Sohl

Anzeige

Vor rund einer Woche hat der Bauausschuss in Bad Laasphe den Weg frei gemacht für Windräder bei Fischelbach-Sohl. Im Rat haben sich genau dagegen gestern einige aber Anwohner gewehrt. Hintergrund: Aktuell diskutiert die Bad Laaspher Politik noch über die Ausweisung von Windkraftvorrangzonen.

Die Angriffe in der Bürgerfragestunde gipfelten im Vorwurf, das Windkraftunternehmen habe der Stadt diktiert, wo genau sie die passende Vorrangzone ausweisen solle. Und weil die Stadtverwaltung die Mitglieder des Bauausschusses falsch informiert habe, sei deren mehrheitliches „Ok“ ungültig. Die Antwort des Bürgermeisters: Der Bauantrag für die Anlagen sei eine Sache, die Ausweisung der Konzentrationsflächen eine andere. Auf keinen Fall könne eine Firma kommunales Planungsrecht beeinflussen.

Anzeige
Anzeige
Anzeige