
Nutzer von Bus und Bahn können Fahrrad und Gepäck jetzt an 11 Standorten im Kreis Siegen-Wittgenstein sicher verschlossen in Boxen abstellen. Dafür hat der Zweckverband Personennahverkehr Westfalen-Süd (ZWS) sogenannte Mobilstationen in Betrieb genommen. Eine zwölfte Station wird noch in Neunkirchen entstehen. Landrat Andreas Müller hat das System am Freitagvormittag bei einem Pressetermin in Freudenberg erläutert: „An einer Mobilstation kann eine Box gemietet werden, in der zum Beispiel ein Fahrrad oder Gepäckstück Platz hat. Die Stationen verfügen über einzelne Fahrradboxen, Gepäckschließfächer, dynamische Fahrgastinformations-Anzeigen und Informations-Säulen“. Für die insgesamt 19 Mobilstationen in den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe wurde mit Kosten von rund 4,2 Millionen Euro kalkuliert.
24 Stunden für 80 Cent
„Die Preise für gemietete Boxen variieren je nach Art der Unterbringung und Mietdauer. Von stunden- und tageweiser Anmietung, über wöchentliche und monatliche Miet-Möglichkeit bis hin zu Halbjahres- und Jahresmiete ist alles, je nach Anlagentyp, optional buchbar“, erläutert Stefan Wied, Geschäftsführer des ZWS: „Die Preise einer Einzel-Fahrradbox beginnen beispielsweise bei 40 Cent für sechs Stunden. 24 Stunden kosten 80 Cent. Die Miete eines Gepäckschließfaches beträgt zum Beispiel für ein halbes Jahr 80 Euro. Besitzer eines ÖPNV-Abotickets zahlen in der Regel nur die Hälfte.“
Nutzung nur mit App und Registrierung
Auf radbox.nrw können sich die künftigen Nutzer informieren. Die Buchung erfolgt über eine App, die in den bekannten AppStores heruntergeladen werden kann. Danach muss eine Registrierung erfolgen. Anschließend kann die gewünschte Mietmöglichkeit ausgewählt und gebucht werden. Die Zahlung erfolgt via PayPal, Kreditkarte oder SEPA-Lastschrift. Nach dem Buchungsprozess erhält der Nutzer üblicherweise einen TAN-Code, mit dem er die Tür der Box vor Ort öffnen kann. Meist ist eine Tür-Öffnung auch über die App selbst möglich.

