
Sie sollen ganz viele Menschen aus Syrien oder der Türkei heimlich nach Deutschland gebracht haben. Fünf Männer stehen deshalb seit heute vor dem Siegener Landgericht. In einem Jahr soll die Bande rund 50 000 Euro verdient haben.
Zum Schleusen verabredet
Die fünf Männer hatten sich laut Staatsanwaltschaft schon vor mehreren Jahren zum Schleusen verabredet. Zwischen September 2022 und August 2023 sollen sie aktiv gewesen sein. Während dieser Zeit haben sie laut Anklageschrift dutzende Fahrten nach Tschechien oder auch Slowenien gemacht. Dabei sind sie immer gleich vorgegangen.
Die heimliche Strategie
Vor Ort sollen sie Menschen aus Syrien oder der Türkei abgeholt haben. Auf dem Rückweg nach Deutschland sei laut Staatsanwaltschaft immer ein Auto vorgefahren, um nach der Polizei oder möglichen anderen Gefahren zu suchen. Das Fahrzeug mit den ausländischen Personen soll in einem Abstand von wenigen Minuten gefolgt sein.
Verfolgungsjagd endet mit krassem Fund
Mit jeder Fahrt soll die Bande mehr Menschen mitgenommen haben. Schließlich wurde die Tschechische Polizei auf die Bande aufmerksam. Nach einer Verfolgungsjagd, konnten die Beamten den Kleintransporter stoppen. Darin befanden sich laut Staatsanwaltschaft 27 Personen - die Luft sei knapp gewesen.
Rund 50 000 Euro kassiert
Die Bande soll in dem einen Jahr rund 50 000 Euro kassiert haben. Laut Staatsanwaltschaft haben die fünf Männer unterschiedlich viel Geld verdient. Der erste Angeklagte soll rund 28 000 Euro, der zweite um die 17 000 Euro, der dritte um die 2000 Euro, der vierte um die 4000 Euro und der fünfte um die 2500 Euro verdient haben. Heute haben sich die Angeklagten noch nicht geäußert. Der Prozess wird Anfang April fortgesetzt.