
Ein überfallener Transporter in Erndtebrück und gestohlene Münzen im Wert von rund 10 000 Euro – deswegen sind fünf Männer vor dem Landgericht in Siegen wegen gemeinschaftlichen gewaltsamen Raubes angeklagt. Passiert ist heute vor Gericht aber noch nicht viel. Einer der Verteidiger beantragt nach nur fünf Minuten eine Pause. Mit den anderen Anwälten und der Staatsanwältin verhandelt er darüber, den Prozess zu straffen. Statt der geplanten 15 Zeugen werden beim nächsten Mal nur noch zwei vor Gericht befragt. Einer der Angeklagten ist zum Prozessauftakt auch gar nicht da – der Anführer, wie einer der anderen Angeklagten sagt. Er habe die anderen über den Tisch gezogen und das Geld für 1,5 Tonnen Marihuana ausgegeben. Warum die fünf damals den Transporter überfallen und den Fahrer mit einer Waffe bedroht haben, bleibt heute noch unklar. Die Angeklagten wollen erst beim nächsten Mal etwas sagen. Der Prozess wird am Donnerstag fortgesetzt. Die 1. Große Strafkammer hat bislang fünf Verhandlungstage angesetzt. Ein Urteil könnte Mitte Dezember fallen.