
Im Totschlagsprozess gegen einen Teenager, der in Wenden einen Mitschüler erwürgt haben soll, wurden heute am Landgericht Siegen die
Plädoyers vorgetragen. Die Staatsanwaltschaft und die Nebenkläger fordern eine achtjährige Haftstrafe wegen Mordes und eine Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus. Der Verteidiger forderte eine sechsjährige Haftstrafe wegen gefährlicher Körperverletzung mit Todesfolge. Im Oktober 2018 soll der damals 14jährige den zwei Jahre älteren Mitschüler mit bloßen Händen erwürgt haben. Die Tat soll sich laut Anklage während der Unterrichtszeit in einem Waldstück nahe der Gesamtschule Wenden ereignet haben. Zu Prozessbeginn im April hatte der heute 15jährige gestanden. Das Verfahren findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Das Urteil will die Jugendkammer übermorgen verkünden.