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Prozess um Mord in Rudersdorf fortgesetzt
© Bernd Müller
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Prozess um Mord in Rudersdorf fortgesetzt

Am Siegener Landgericht ist der Prozess um einen Mord in Rudersdorf fortgesetzt worden. Der Angeklagte hat über seinen Anwalt eine Aussage gemacht.

Veröffentlicht: Mittwoch, 04.11.2020 06:53

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Gestern ist vor dem Siegener Landgericht der Prozess um den Mord in Rudersdorf fortgesetzt worden. Angeklagt ist ein 28-jähriger Mann. Er soll im April nach einem Streit um Geld einen 44-jährigen Mann mit 34 Messerstichen getötet haben. Der Angeklagte hat die Tat in den Vernehmungen gestanden, widerspricht aber der Auffassung der Staatsanwaltschaft. Die sagt, die Tat sei vorsätzlich und heimtückisch gewesen. Der Angeklagte hat gestern über seinen Anwalt ein anderes Bild gezeichnet. Demnach will er von der Gruppe rund um das spätere Opfer erpresst und misshandelt worden sein. Die Gruppe soll monatlich Geld vom Angeklagten erpresst und seine Familie bedroht haben. Auch die 20.000 Euro Schulden, die der Mann angeblich bei dem Opfer hatte, seien willkürlich gewesen. Der Angeklagte spricht von Notwehr. Er habe die Sache am Abend der Tat eigentlich nur klären wollen. Vor Ort sei er dann aber gewürgt und geschlagen worden. Um sich zu wehren, habe er das Messer gezogen und zugestochen. Am 9. November geht es weiter. 

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