
Im Prozess um monatelang misshandelte Geflüchtete in einem Heim in Burbach hat heute ein getrenntes Verfahren begonnen. Vier Wachdienstmitarbeiter und ein Sozialbetreuer sind wegen Freiheitsberaubung, Körperverletzung oder gefährlicher Körperverletzung angeklagt; sie hatten Geständnisse zugesagt. Insgesamt liegen fast 30 Fälle auf dem Tisch, bei denen Heimbewohner in so genannte Problemzimmer gesperrt worden sein sollen. Drei der fünf Angeklagten haben sich heute zu den Vorwürfen geäußert, und entschuldigt. Sie sagten aus, dass sie die Bewohner nur auf Anweisungen der Teamleitung oder der Heimleitung in Problemzimmer gebracht haben. Bei Geständnissen sollen die drei Männer Geldstrafen bekommen – darauf hat man sich vor Prozessbeginn mit der Staatsanwaltschaft und Strafkammer geeinigt. Die anderen beiden Angeklagten werden in den folgenden Wochen aussagen.