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Prozess gegen Schleuser vor dem Landgericht Siegen geplatzt
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Prozess gegen Schleuser vor dem Landgericht Siegen geplatzt

Vor dem Landgericht Siegen müssen sich seit März fünf mutmaßliche Schleuser verantworten. Nun ist der Prozess allerdings geplatzt und muss neu aufgerollt werden.

Veröffentlicht: Dienstag, 11.06.2024 11:35

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Am Landgericht Siegen ist ein Prozess gegen mutmaßliche Schleuser geplatzt. Im März hatte das Verfahren gegen fünf Männer begonnen. Sie sollen in großem Stil Ausländer von Tschechien nach Deutschland eingeschleust haben. 17 Schleusungen zwischen September 2022 und August 2023 werden ihnen vorgeworfen. Der kommende Freitag war für die Urteilsverkündung vorgesehen – doch daraus wird nichts. Das Verfahren muss neu aufgerollt werden. Laut Gerichtssprecherin Franziska Heerwig sind Chatverläufe auf einem Mobiltelefon nicht ins Deutsche übersetzt worden. Das muss nun nachgeholt werden, weil die Inhalte wichtig sein könnten. Laut Heerwig beruhen auf der Auswertung dieses Handys insgesamt 16 Anklagepunkte. Wann das Verfahren neu eröffnet werden kann, ist noch nicht bekannt. Es gebe zwar die Möglichkeit, ein Verfahren nur zu unterbrechen, so Heerwig. Dafür gibt es aber genaue Regelungen. Kann ein Prozess nicht innerhalb von drei Wochen fortgesetzt werden, muss er neu aufgerollt werden. Das wird hier der Fall sein. Bislang gab es sechs Verhandlungstage.

Gegen einen mutmaßlichen Kopf der Bande läuft am Siegener Landgericht gerade auch noch ein Prozess vor der Schwurgerichtskammer: er soll seine ehemalige Lebensgefährtin aus Dreis-Tiefenbach am Niederrhein mit einem Messer getötet haben. 

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