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Preisgünstiger Nahverkehr
© Radio Siegen
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Preisgünstiger Nahverkehr

In Siegen-Wittgenstein haben in den vergangenen Wochen tausende Bürger das 9-Euro-Ticket genutzt.

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Zum Geysir nach Andernach, ein Tagestrip zum Aachener Dom oder mal mit dem Bus nach Winterberg – seit Einführung des 9-Euro-Tickets haben viele Siegen-Wittgensteiner damit schöne Ausflüge gemacht. Und auch hier bei uns haben sich Tourismus-Verantwortliche darüber gefreut, dass Ausflügler zu ihnen gekommen sind – beispielsweise in den Alten Flecken in Freudenberg. Pauline Coroly ist Tourismusmanagerin in Freudenberg. Sie sagte uns, dass sich in der örtlichen Tourist-Info viele Tagesgäste gemeldet hätten, die mit dem 9-Euro-Ticket in die Stadt gekommen waren. 

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2 Millionen Euro fehlen in der Kasse

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Das 9-Euro-Ticket war wegen den stark gestiegenen Preisen von der Bundesregierung als Entlastungsmaßnahme eingeführt worden. Es gilt von Juni bis August in Bussen und Bahnen des Nah- und Regionalverkehrs. Das Busunternehmen VWS in Siegen hat bislang rund 30 000 9-Euro-Tickets verkauft. Insgesamt hofft Prokurist Stephan Boch bis Ende August auf 45 000 Stück. Wie viele 9-Euro-Tickets Bürger aus Siegen-Wittgenstein bei der Bahn oder per App gekauft haben, ist nicht bekannt. Im Radio-Siegen-Interview hat VWS-Prokurist Stephan Boch erläutert, dass dem Busunternehmen durch das 9-Euro-Ticket insgesamt sieben Millionen Euro Einnahmen fehlen. „Allerdings entfällt von diesen sieben Millionen Euro ein großer Teil auf Schülertickets, Semestertickets, Schulweg-Monatstickets. Was wir tatsächlich auffangen mussten, waren rund zwei Millionen Euro, die auf die Barverkäufe entfallen: Einzeltickets, Monatstickets, die wir sonst verkauft hätten“. Bund und Länder haben dafür Ausgleichszahlungen angekündigt.

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Diskussion um Nachfolge-Regelung

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Die Politik diskutiert nun darüber, wie Bürger auch künftig mit einem preisgünstigen und einfachen Ticket für den ÖPNV gewonnen werden können. Die Grünen haben ein bundesweites 49-Euro-Ticket vorgeschlagen und ein landesweites für 29 Euro. Egal – was am Ende kommen wird – Stephan Boch sagt: „Da wird es ohne staatliche Subventionsleistungen sicherlich nicht funktionieren“.

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