
Die Stadt Netphen und die Fraktionen im Stadtrat halten an ihrer Entscheidung zur ehemaligen Eishalle fest. Das haben sie dem Initiator der Petition „Rettet die Eishalle in Netphen“, Ouday Tabbarah, jetzt in einem Schreiben mitgeteilt. Rat und Verwaltung bedanken sich bei Tabbarah und den Unterstützern für ihr großes ehrenamtliches Engagement. Die Petition zeige, wie wichtig das Thema für viele Menschen in der Region ist.
Nach Angaben der Stadt beschäftigen sich Rat und Verwaltung schon seit vielen Jahren mit der Zukunft der Eishalle. Dabei seien verschiedene Konzepte geprüft und auch externe Fachleute hinzugezogen worden. Die Fraktionen verweisen auf die schwierige Finanzlage der Stadt. Außerdem müssten viele Pflichtaufgaben finanziert werden. Deshalb könne die Stadt den dauerhaften Betrieb einer Eishalle mit hohen Verlusten nicht verantworten. Aus diesem Grund sei bereits beschlossen worden, die Nutzung des Gebäudes aufzugeben.
Bei einem Treffen Anfang Mai stellte die Initiative ihre Ideen für die Zukunft der Eishalle vor. Die Fraktionen prüften das Konzept anschließend. Nach ihrer Einschätzung enthält es jedoch keine entscheidenden neuen Ansätze. Auch sei kein überzeugender Weg aufgezeigt worden, wie die finanziellen, rechtlichen und baulichen Probleme dauerhaft gelöst werden können. Deshalb bleibt der Rat bei seinem bisherigen Beschluss. Gleichzeitig betonen Stadt und Politik, dass der offene und sachliche Austausch ein wichtiger Teil der kommunalen Entscheidungen sei.
Der Initiator der Petition, Ouday Tabbarah, ist “persönlich fassungslos und enttäuscht.” Er schreibt: “Deshalb weisen wir die Stellungnahme in der vorliegenden Form zurück. Wir beraten nun mit unseren Partnern, Verbänden und Unterstützern über die nächsten Schritte.”