
Der alte Sportplatz an der Schießbergstraße in Geisweid soll zum Neubaugebiet werden. Entsprechende Überlegungen der Stadtverwaltung werden in diesen Tagen von den Fachausschüssen des Siegener Rates besprochen. Der Bauausschuss hat gestern Nachmittag einstimmig zugestimmt. Letztlich soll der Rat am 25. September 2024 die Stadtverwaltung mit der Durchführung eines Konzeptverfahrens für das Baugebiet „Sportplatz Schießbergstraße“ beauftragen.
Bedarfsgerechter und bezahlbarer Wohnraum
Auf dem rund 1,6 Hektar großen Areal soll bedarfsgerechter und bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden. Auch Sozialwohnungen sind vorgesehen. Darüber hinaus ist eine vierzügige Kindertagesstätte geplant. Ziel ist es laut Stadtverwaltung, ein stabiles Quartier mit sozialer Mischung und Angebotsvielfalt zu entwickeln. Gewünscht ist, unterschiedliche Angebotsformen, wie geförderter und freifinanzierter Wohnungsbau, Mehrgenerationenwohnen und besondere Wohnformen, zu entwickeln. Die Fläche, die mit Mehrfamilienhäusern bebaut werden soll, soll nicht an einen Investor verkauft, sondern im Erbbaurecht vergeben werden.
Dreistufiges Verfahren für Investoren
Interessierte Investoren sollen ein dreistufiges Verfahren durchlaufen. In Stufe eins sollen sie u. a. ihre Motivation für die Quartiersentwicklung darlegen. In Stufe zwei werden die konkreten Konzepte zur Bebauung des Sportplatzes Schießbergstraße erarbeitet. Aus den eingegangenen Konzepten werden maximal drei Angebote ausgewählt, die für die dritte Stufe zugelassen werden. In dieser dritten Phase werden die Konzepte weiter ausgearbeitet und die städtebauliche Konzeption präzisiert. Dazu gehört auch die Abgabe des endgültigen Angebotes sowie eines zeitlichen Umsetzungskonzeptes. Nach Prüfung der Angebote durch die Verwaltung wird der Beirat für Stadtgestaltung der Stadt Siegen eine Bewertung der städtebaulichen Kriterien vornehmen sowie eine Empfehlung für den Gewinnenden aussprechen. Die endgültige Entscheidung zur Auswahl des besten Angebotes obliegt dann den politischen Gremien.
"Wir beschreiten Neuland"
Das dreistufige Verfahren wurde gewählt, um als Bietender mit einem niedrigen Aufwand in das Verfahren einzusteigen zu können. Es ist geplant, den Teilnehmenden nach der zweiten und dritten Stufe eine Aufwandsentschädigung auszuzahlen. Der erste Platz erhält den Zuschlag für die Fläche. Stadtbaurat Henrik Schumann sagte: “Wir beschreiten mit diesem Verfahren Neuland. Wir wollen gemeinsam mit Investoren einen Weg finden, damit es ein Erfolg wird.”