
Plädoyers im Fall der Messerstecherei in Rudersdorf gehalten
Im April soll ein 28-jähriger einen Mann in Rudersdorf mit 34 Messerstichen getötet haben. Heute wurden vor Gericht die Plädoyers vorgetragen. Die Staatsanwaltschaft fordert zwölf Jahre Haft wegen Totschlags, die Nebenklage will lebenslängliche Haft. Der Verteidiger plädiert auf Freispruch für den Angeklagten. Er sagt, er habe aus Notwehr gehandelt. Um 14:30 Uhr soll das Urteil verkündet werden.
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Warum musste ein 44 Jahre alter Mann im April in Rudersdorf sterben? Seit Mitte Oktober läuft der Prozess gegen einen 28-jährigen Mann. Er soll den 44-jährigen mit mehreren Messerstichen getötet haben. Eine Antwort auf die Frage gibt es aber auch am Ende des Prozesses nicht. Der Angeklagte hat ausgesagt, dass er von dem Opfer massiv unter Druck gesetzt und erpresst wurde. Er habe aus Notwehr gehandelt. Staatsanwaltschaft und Nebenklage glauben ihm das nicht. Während der gesamten Beweisaufnahme hat es dafür keinerlei Anhaltspunkte gegeben. Sie fordern deswegen, dass der Angeklagte wegen Totschlags verurteilt wird. Die Staatsanwaltschaft plädiert auf zwölf Jahre Haft, die Nebenklage auf lebenslang. Auch der Verteidiger gibt zu, dass es sehr schwierig ist herauszufinden was wirklich passiert sei. Er glaubt aber der Aussage seines Mandanten. Denn irgendetwas muss zwischen den beiden vorgefallen sein. So etwas falle nicht vom Himmel, so der Verteidiger. Er fordert einen Freispruch, da der Angeklagte aus Notwehr und Angst gehandelt haben soll. Heute um 14:30 Uhr soll das Urteil verkündet werden.