
Am Mittwoch (14.10.) sollen die Beschäftigten in Geisweid über die weiteren Pläne informiert werden.
Stopp in Geisweid
Das Stahlwerk der Deutschen Edelstahlwerke (DEW) in Geisweid wird pausieren. Diese Nachricht hat das Mutterunternehmen Swiss Steel Group am Dienstag (13.10.) offiziell mitgeteilt. Die Einsparungen der vergangenen Jahre reichten laut Unternehmen nicht aus, um die Krise zu überwinden.
Gründe für die Krise
Der Markt für Stahl ist in den letzten Jahren deutlich kleiner geworden, heißt es. Besonders die schwächelnde Automobilindustrie und hohe Energiekosten machen dem Werk nach eigener Aussage zu schaffen. Zudem würden Billig-Importe aus dem Ausland die heimische Produktion unter Druck setzen.
Fokus auf Siegen
Trotz der Pause soll der Standort Siegen langfristig erhalten bleiben. Der Konzern möchte sich künftig auf die Werke in Witten und Siegen konzentrieren. Das Walzwerk in Geisweid spielt dabei weiterhin eine wichtige Rolle in der Produktion.
Sorge um Mitarbeiter
Was die Pause genau für die Belegschaft bedeutet, steht derzeit noch nicht fest. Die Gewerkschaft IG Metall sowie das Unternehmen planen für Mittwoch (14.10.) Versammlungen für die Beschäftigten, teilen beide Seiten auf Nachfrage von Radio Siegen mit. Dort sollen Details zur geplanten Restrukturierung besprochen werden.
„Der strukturell kleinere Markt macht diese Neuaufstellung notwendig. Mit der Konzentration auf Witten und das Walzwerk Siegen wollen wir eine langfristig wettbewerbsfähige DEW sichern.“ - Frank Koch, CEO der Swiss Steel Group.