
“Operation Speed” heißt es in dieser Woche auch hier bei uns in Siegen-Wittgenstein. Im Rahmen einer europaweiten Kontrollaktion macht die Polizei hier bei uns noch mehr Geschwindigkeitskontrollen als sonst. Hintergrund ist ein europaweiter „Blitzermarathon“ der Polizei, der von dem Polizeinetzwerk Roadpol koordiniert wird. Dahinter steht eine europaweit agierende Nicht-Regierungsorganisation, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Zahl der Verkehrstoten in Europa zu senken. Diese liegt laut Angaben der Organisation bei europaweit durchschnittlich 70 Verkehrstoten pro Tag. An der Aktion beteiligen sich alle Mitgliedsstaaten, die sich dem Netzwerk angeschlossen haben. Hervorgegangen ist es aus einem Zusammenschluss von Verkehrspolizeien der Mitgliedsländer der Europäischen Union mit Hauptsitz in London.
Rücksichtslose Raser
Geblitzt wird auch hier bei in Siegen-Wittgenstein aus gutem Grund: überhöhte Geschwindigkeit war im vergangenen Jahr Ursache bei mehr als 60 Verkehrsunfällen in Siegen-Wittgenstein. Das hat die Polizei mitgeteilt. Immer wieder zeigt sich, dass manche Fahrer rücksichtslos schnell unterwegs sind. Polizei-Pressesprecher Niklas Zankowski:
Blitzer-Apps nicht erlaubt
In Siegen-Wittgenstein überwacht übrigens nicht nur die Polizei den fließenden Verkehr: auch die Stadt Siegen und der Kreis Siegen-Wittgenstein blitzen. Bei Geschwindigkeitskontrollen der Polizei werden erwischte Autofahrer auch mal angehalten – beim Blick ins Fahrzeug schauen die Beamten auch nach, ob etwas darauf hindeutet, dass eine Blitzerapp aktiv ist und vor Kontrollen warnt. Der Betrieb dieser Apps ist nicht erlaubt. Dr. Christian Kotz aus Kreuztal ist Fachanwalt für Verkehrsrecht. Er hat im Radio Siegen-Interview gesagt, wie hoch die Strafe ist:

