
Die Behörden prüfen nun intensiv, wie mit dem auffälligen Tier weiter umgegangen wird.
Genetischer Nachweis
In Wenden-Scheiderwald, Olpe-Rehringhausen und Lennestadt-Bilstein kam es zuletzt zu mehreren Angriffen auf Schafe. Das Landesamt für Natur, Umwelt und Klima NRW (LANUK) hat nun die Ergebnisse der genetischen Überprüfungen vorgelegt, schreibt der Kreis Olpe auf seiner Homepage. Diese belegen, dass bei allen drei Vorfällen derselbe männliche Wolf mit der Kennung „GW1896m“ der Verursacher war.
Darf "GW1896m" gejagt werden?
Der Wolfsrüde ist kein Unbekannter, da er bereits in der Vergangenheit mehrfach durch Risse an Nutztieren aufgefallen ist. Aus diesem Grund befinden sich die Jagdbehörde des Kreises Olpe und das NRW-Landwirtschaftsministerium in einem engen Austausch über eine mögliche Entnahme. Eine Tötung des Tieres ist rechtlich jedoch nur möglich, wenn der Wolf nachweislich moderne Herdenschutzmaßnahmen wie stromführende Zäune überwunden hat.
Wie die Herde schützen?
Trotz der Vorfälle gibt die Behörde Entwarnung für die Bevölkerung, da der Wolf bisher kein aggressives Verhalten gegenüber Menschen gezeigt hat. Die vom Kreis gegründete „Arbeitsgruppe Wolf“ befasst sich nun mit weiteren Maßnahmen zum Schutz der heimischen Tierhaltung. Tierhalter werden dringend gebeten, ihre Schutzvorkehrungen zu überprüfen und sich bei der Landwirtschaftskammer über Fördermöglichkeiten zu informieren.