
In 54 Gebäuden in NRW ist in den vergangenen Tagen nach Kinderpornos gesucht worden. Laut der Staatsanwaltschaft Köln hat es dabei auch in einem Gebäude in Siegen Durchsuchungen gegeben. Insgesamt richten sich die Durchsuchungen wegen des Verdachts auf Besitz und Verbreitung von Kinderpornografie in ganz NRW gegen 73 Beschuldigte. 440 Datenträger konnten sichergestellt werden. Einzelne Beschuldigte sollen auch bereits gestanden haben. Haftbefehle wurden nicht vollstreckt. Hinweise aus den USA sollen zu den Durchsuchungen geführt haben. Ausgangspunkt für die Ermittlungen waren demnach Informationen aus dem US-Zentrum für vermisste und ausgebeutete Kinder. Die Organisation mit Sitz in den USA nimmt Hinweise zu Straftaten gegen Kinder entgegen und leitet diese dann an die zuständigen Behörden weiter. Bei den Ermittlungen jetzt haben sich zudem Anhaltspunkte zu weiteren Straftaten ergeben – hier geht es um Verstöße gegen das Betäubungsmittel- und Waffengesetz. Alle sichergestellten Beweismittel werden jetzt ausgewertet.