
Mit dem geplanten Anbau soll das beliebte Besucherbergwerk in Zukunft noch attraktiver werden.
Historisches Erbe
Der Reinhold Forster Erbstolln in Eiserfeld zählt zu den wichtigsten Zeugnissen des Siegerländer Bergbaus. Bereits im Jahr 1805 wurde mit dem Vortrieb des Stollens begonnen, der heute zu den längsten begehbaren Anlagen in Nordrhein-Westfalen gehört. Die NRW-Stiftung möchte mit der Förderung den langfristigen Erhalt dieses besonderen Denkmals sicherstellen.
„Dieser Ort vermittelt generationsübergreifend jährlich rund 3.000 Besucherinnen und Besuchern die beeindruckende Siegerländer Montangeschichte.“ - Karl Peter Brendel, Vorstandsmitglied der NRW-Stiftung
Neue Exponate
Durch den 60 Quadratmeter großen Anbau entsteht künftig deutlich mehr Platz für eine neue Ausstellung. Hier sollen historische Werkzeuge, seltene Mineralien und alte Fotografien aus dem Arbeitsalltag der Bergleute präsentiert werden. Die Besucher erhalten so einen noch tieferen Einblick in die Untertagewelt der ehemaligen Grube Eisenzecher Zug.
„In dem 60 Quadratmeter großen Museumsraum sollen etwa Fotos, Mineralien und Werkzeuge aus dem Stollen ausgestellt werden.“ - Klaus Hübbenstiel, Geschäftsführer Gewerkschaft Eisenzecher Zug
Platz für Besucher
Neben der neuen Ausstellungsfläche soll die Erweiterung auch den Komfort für die Gäste vor Ort verbessern. Der großzügige Empfangsraum bietet künftig mehr Platz für Besuchergruppen, die dort vor ihren Führungen in die Bergbaugeschichte eingeführt werden können. Das Bergwerk wird bereits seit über 40 Jahren durch den großen Einsatz ehrenamtlicher Helfer betrieben.
„Der Reinhold-Forster-Erbstollen war ab 1805 fast 100 Jahre lang in Betrieb. Sein Netz untergräbt Eiserfeld und Eisern.“ - Karl Peter Brendel, Vorstandsmitglied der NRW-Stiftung
Führung zum Nachhören
RadioSiegen-Reporterin Raya Gebauer hat so eine Führung mal mitgemacht. Den Beitrag könnt ihr hier unten hören.