
NRW-Innenminister Reul in Siegen: Messerverbotszonen machen nicht überall Sinn
Waffenverbotszonen, Cyberkriminalität und Flüchtlingspolitik - über diese Themen tauschte sich NRW-Innenminister Reul (CDU) am Freitag (04.10.) in der BlueBox in Siegen mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern aus.
Veröffentlicht: Montag, 07.10.2024 06:06
Dabei stellte Reul auch unterschiedliche Maßnahmen vor, um Messergewalt einzudämmen.
Härtere Flüchtlingspolitik
Als Präventivmaßnahme sollten Polizisten zum Beispiel Flüchtlingsunterkünfte besuchen. So soll gezeigt werden, dass die Polizisten die Guten sind. Denn viele Geflüchtete würden von der Polizei nur Fürchterliches erwarten, so Reul am Radio Siegen-Mikrofon. Außerdem bräuchte es mehr Abschiebungen und weniger illegale Einreisen in die EU.
Messerverbotszonen
Auch Messerverbotszonen sollen als Mittel gegen die Messergewalt eingesetzt werden, so Reul. Diese machen aber nicht überall Sinn. Deshalb muss jede Polizeibehörde selbst schauen, in welchen Bereichen eine Umsetzung von Waffenverbotszonen sinnvoll ist. Denn überall kontrollieren geht nicht, so Reul - weder personell noch von unserem Freiheits-Verständnis.
Cyberkriminalität
Beim Thema "Cybersicherheit" nimmt die Bedrohung seit Jahren zu. Das zeigte nicht zuletzt der Hacker-Angriff auf die Städte und Gemeinden hier bei uns in Südwestfalen vor knapp einem Jahr. Die Auswirkungen waren einige Zeit für alle von uns spüren - etwa bei der Kfz-Zulassung oder beim Beantragen von Ausweisen und Pässen. Mittlerweile geht das Allermeiste wieder. Weil diese Bedrohungen immer mehr werden, müssen der Staat und wir alle reagieren – sagt Reul. Da es aber an Profis fehlt, werden laut Reul jedes Jahr rund 50 Polizisten in NRW zu sog. “Cyber-Cops” ausgebildet. Bei der Strafverfolgung könnten aber in Zukunft auch KI und Gesichtserkennung helfen.