
„Die Beschäftigten wissen nicht mehr, wie sie noch ihre Miete bezahlen sollen. Ihre letzten Reserven sind längst aufgebraucht“. Das sagt Lars Wurche, Gewerkschaftssekretär der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten. Er macht damit auf die wachsende Notlage im Gastgewerbe aufmerksam. Angesichts weiter geschlossener Betriebe fordert die Gewerkschaft die Einführung eines Mindest-Kurzarbeitergeldes von 1200 Euro im Monat. Wegen ohnehin niedriger Löhne und fehlender Trinkgelder spitze sich die Lage der Gastronomie-Beschäftigten auch in Siegen-Wittgenstein dramatisch zu, so Wurche. Gemeinsam mit ver.di hat die NGG einen offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel geschrieben. Wenn die Politik Unternehmen mit enormen Steuermitteln stütze, müsse auch genug Geld für die da sein, die jetzt jeden Cent zweimal umdrehen müssen, heißt es von der NGG.