
Bei einem Infomarkt in Erndtebrück wurden am Dienstagabend (03.11.) die aktuellen Details zum Bauvorhaben präsentiert.
Weniger Windräder geplant
Die Planungen für den Windpark wurden in den vergangenen zwei Jahren deutlich überarbeitet. Statkraft setzt nun auf acht moderne Anlagen des Typs Enercon, die eine Nabenhöhe von 162 Metern haben. Trotz der geringeren Anzahl an Windrädern können diese rechnerisch mehr als 36.000 Haushalte pro Jahr mit grünem Strom versorgen.
Geld für die Gemeinde
Von dem Projekt sollen die Menschen in der Region auch finanziell direkt profitieren. Statkraft plant eine freiwillige Kommunalabgabe von 0,2 Cent pro Kilowattstunde an die umliegenden Gemeinden. Zudem soll die Zukunftsstiftung „Unser Erndtebrück“ unterstützt werden, um lokale Projekte in den Bereichen Sport, Kultur und Jugendförderung zu finanzieren.
Wiederaufbau des Waldes
Der Windpark entsteht auf Waldflächen, die durch Trockenheit und Borkenkäfer bereits stark geschädigt sind. Die Einnahmen aus der Verpachtung der Flächen sollen gezielt für die Wiederbewaldung genutzt werden. Ziel der Eigentümer ist es, mit dem Geld einen klimastabilen Mischwald zu schaffen und die geschädigten Flächen ökologisch aufzuwerten.
Zeitplan für Bau
Die Antragsunterlagen für die Teilparks Zinse und Zinser Rücken liegen der Genehmigungsbehörde bereits vollständig vor. Das Unternehmen rechnet damit, dass die Genehmigung im ersten Halbjahr 2027 erteilt wird. Wenn alles nach Plan läuft, könnten die ersten Baumaschinen im Jahr 2028 in Erndtebrück anrollen.