
Wer an einer offiziellen Teststelle einen Corona-Schnelltest machen wollte, konnte das bislang kostenfrei tun. Ab heute ist damit Schluss. Nur bestimmte Gruppen müssen für die Tests auch weiter nichts bezahlen. Dazu gehören z.B. Frauen im ersten Schwangerschaftsdrittel, Kinder bis fünf Jahre oder pflegende Angehörige. Wer in diese Gruppen fällt, muss das allerdings schriftlich beweisen. Für alle anderen werden ab sofort drei Euro und mehr fällig.
Für die Betreiber von Testzentren sowie Ärzte und Apotheken ist das Chaos vorprogrammiert. Sie ärgern sich, dass die Änderungen gestern erst beschlossen wurden, aber ab heute schon gelten. Keine Zeit zum Vorbereiten, sagt z.B. Dr. Florian Becher. Er ist Allgemeinmediziner mit Praxis in Geisweid. Dort testet er nicht nur, er schult auch Personal, das in den Testzentren arbeitet. Man habe schon vor zwei Wochen bemängelt, dass es immer noch keine Klarheit zu der weiteren Testverordnung gebe, so Becher gegenüber Radio Siegen. Die letzten Infos seien erst gestern Nachmittag und Abend gekommen und es gebe wieder einmal viele Unklarheiten. Für die Testzentren seien die Kontrolle der Berechtigungen und die Abrechnung der Tests zudem ein enormer Mehraufwand. Viele seien auch nicht mit einem EC-Lesegerät ausgestattet. „Das Chaos ist vorprogrammiert“, so Becher.