Anzeige
Zentimeterarbeit: Arbeiter bringen eine Wand auf dem Gebäude C an.
© Stadt Siegen
Zentimeterarbeit: Arbeiter bringen eine Wand auf dem Gebäude C an.
Teilen:

Neue "Holzkrone" für Siegen

Bis zum Schuljahr 2027/28 entsteht aus der ehemaligen Realschule Am Häusling ein moderner Grundschulstandort mit barrierefreien Gebäuden und innovativen Lernwelten.

Veröffentlicht: Montag, 16.02.2026 12:45

Anzeige

Die Umbauarbeiten an der ehemaligen Realschule Am Häusling schreiten nach Angaben der Siegener Stadtverwaltung planmäßig voran. Bis zum Schuljahr 2027/28 entsteht hier der neue Grundschulstandort der Spandauer Schule. In den letzten Tagen wurde der Waschbeton-Pavillon (Gebäude C) mit einem Holzaufbau in Fertigbauweise erweitert, der wie eine Krone auf dem Gebäude thront. Die Montage der schweren Holz-Deckenelemente erfolgte mithilfe eines Krans, Zimmerleute befestigten die Bauteile vor Ort. Dachdecker werden das Dach in den kommenden Wochen abdichten, Fenster folgen zeitnah. Danach startet der Innenausbau. Bürgermeister Tristan Vitt betont: „Wir haben einen weiteren wichtigen Schritt gemacht, um aus der alten Realschule einen modernen Grundschulstandort zu schaffen. In dem Pavillon können wir dann nicht nur zwei Klassenräume unterbringen, sondern auch die Ganztagsbetreuung. Damit schaffen wir als Stadt die Voraussetzung, Eltern ihren Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung zu gewähren.“

Der Pavillon aus dem Jahr 1970 wurde zuvor komplett entkernt und um einen Aufzugschacht ergänzt. Barrierefreiheit steht im Fokus: Nach Abschluss der Bauarbeiten sind alle Gebäude barrierefrei erreichbar und durch Brücken miteinander verbunden.

Anzeige

Fortschritte und Ausblick auf weitere Bauarbeiten

Anzeige

Die nächsten Bauabschnitte sind bereits vorbereitet. Mehrere Gewerke arbeiten parallel in den verschiedenen Gebäudeteilen: Elektroverkabelung, Wasserleitungen und dezentrale Lüftungsgeräte werden installiert. Im zukünftigen Unterrichtstrakt (Gebäude B) wurde eine Wand entfernt, um die neue Pellet-Heizung einzubauen. Im Mensa-Holzbau, errichtet im Oktober 2025, werden nach dem Fenstereinbau die Fassaden gedämmt und mit einer Aluwelle verkleidet.

Gebäude B erhält einen offenen Lernflur, der als „Lernwelt“ gestaltet wird. Hier können Schülerinnen und Schüler in kleinen Nischen arbeiten. Im Altbau (Gebäude A), erbaut 1912 und unter Denkmalschutz stehend, beginnen bald die Trockenbauarbeiten. Die Sanierung ist besonders aufwendig, da die Jugendstil-Elemente erhalten bleiben müssen.

Zum Schuljahr 2027/28 zieht die Spandauer Schule in die sanierten Räume um. Insgesamt finden 324 Schülerinnen und Schüler in zwölf Klassen Platz. Die Gesamtkosten der Sanierung betragen rund 12 Millionen Euro.

Anzeige
Anzeige
Anzeige