
Auf dem Lindenbergfriedhof in Siegen soll eine neue Gemeinschaftsgrabanlage entstehen. Grund dafür ist die wachsende Nachfrage nach pflegearmen und zeitgemäßen Bestattungsformen. Der Umweltausschuss hat dem Projekt jetzt einstimmig zugestimmt.
Nach Angaben von Abteilungsleiterin Manuela Haas gab es auf dem Lindenbergfriedhof im vergangenen Jahr rund 220 Bestattungen – etwa 70 Prozent davon Urnenbestattungen.
Kein individueller Grabschmuck
In der neuen Anlage sind Urnengräber an fünf Bestattungsbäumen vorgesehen. Für jeden Baum entstehen zwölf Urnenröhren. Außerdem soll ein gemeinsames Grabfeld mit 65 weiteren Röhren gebaut werden. In jeder Röhre finden jeweils zwei Urnen Platz. Die gesamte Anlage wird dauerhaft von der Friedhofsverwaltung gepflegt. Individueller Grabschmuck ist nicht erlaubt.
Arbeiten sollen im Herbst starten
Die Stadt investiert insgesamt 135.000 Euro. Gebaut wird in zwei Abschnitten – komplett durch die Bau‑ und Ausbildungskolonne der Stadt Siegen. Die Arbeiten beginnen im dritten Quartal 2026, die gärtnerische Gestaltung folgt ab dem zweiten Quartal 2027.
Bevor die neue Gemeinschaftsgrabanlage genutzt werden kann, müssen allerdings noch die Friedhofssatzung von 2010 und die Gebührensatzung von 2011 überarbeitet werden. Für das erste Jahr rechnet die Stadt mit rund zehn Bestattungen in der neuen Anlage.