
Die neuen Triebwagen bringen viele Vorteile für die Umwelt und die Fahrgäste in der Region.
Start im Hinterland
Ab Mitte Dezember 2026 werden die neuen Züge im regulären Betrieb auf der Strecke zwischen Marburg und Bad Laasphe eingesetzt. Die Verbindung gehört zum Nordwesthessen-Netz und wird von der DB RegioNetz Kurhessenbahn betrieben. Für die Fahrgäste bedeutet das einen moderneren und umweltfreundlicheren Anschluss an das Umland.
Akku statt Diesel
Die neuen Fahrzeuge nutzen leistungsstarke Akkus, um auf Strecken ohne elektrische Oberleitung fahren zu können. Auf Abschnitten mit Oberleitung laden sich die Batterien während der Fahrt automatisch wieder auf. In der fünfjährigen Testphase wollen die beteiligten Verkehrsverbünde wertvolle Daten für den künftigen Schienenverkehr sammeln.
„Wir wollen neue Technologien nicht nur diskutieren, sondern alltagstauglich auf die Schiene bringen.“ - Christiane Auffermann, Vorständin des NWL.
Mehr Komfort an Bord
Die neuen Züge des Typs Siemens Mireo Plus B bieten deutlich mehr Platz als die alten Diesel-Modelle. Es gibt 122 Sitzplätze, kostenlose Lademöglichkeiten für Smartphones direkt am Platz und barrierefreie Sanitäranlagen mit Wickeltisch. Zudem sind die Züge für die Anwohner an den Schienen deutlich leiser, da laute Motorengeräusche entfallen.
Züge nach Siegen
Obwohl der reguläre Betrieb zunächst in Bad Laasphe endet, sind bereits Testfahrten bis nach Siegen geplant. Das sagt uns der Nordhessische VerkehrsVerbund (NVV) auf Nachfrage von Radio Siegen. Dabei wird geprüft, ob die Akku-Technik auch auf dieser längeren Strecke zuverlässig funktioniert. Aktuell gibt es aber noch keinen festen Termin für einen dauerhaften Linienbetrieb bis in die Krönchenstadt.
„Das Projekt in Nordwesthessen verbindet Klimaschutz mit Pragmatismus.“ - Kaweh Mansoori, Hessischer Staatsminister.
