
Nordrhein-Westfalen ist der drittgrößte Forellenproduzent in Deutschland. Nebenan, in unserem Nachbarkreis Olpe züchten Fischereibetriebe fast ein Drittel aller in NRW erzeugten Forellen. In Albaum bei Kirchhundem gibt es einen Standort des Landesamts für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) NRW: das Zentrum für angewandte Fischerei, Fischökologie und Aquakultur. Das kalte und klare Quellwasser in Albaum bietet ideale Vorrausetzungen für die Artenschutz-Zucht von Lachsen und für Forellen für die Fischwirtschaft. Im Rahmen verschiedener Artenschutzprojekte züchtet das LANUV am Standort Albaum gefährdete Fisch-, Krebs- und Muschelarten. Für das Artenschutzgroßprojekt "Wanderfischprogramm NRW" betreibt das LANUV eine Lachselternfischhaltung aus der es jährlich eine Million Junglachse für die Wiederansiedlung in nordrhein-westfälischen Fließgewässern zur Verfügung stellt. Zur Stützung der europäischen Aalbestände werden jährlich etwa eine Million junge Wildaale mit Unterstützung der EU Fischereiförderung und Landesmitteln in die nordrhein-westfälischen Fließgewässer ausgebracht. Auch unterstützt das LANUV von hier aus die letzten noch vorhandenen Großmuschelpopulationen durch ein gezieltes Vermehrungsprogramm freilebender Elterntiere. Das Land NRW wird in den kommenden Jahren in Albaum rund 40 Millionen Euro in ein neues Zentrum für Fischökologie stecken. Denn die alten Gebäude und Teiche sind in die Jahre gekommen.