
Es geht um über 4.000 Hektar Waldfläche zwischen Lützel und Hainchen.
Pläne am Rothaarkamm
Der mögliche Park soll auf Flächen entstehen, die bereits dem Land NRW oder Stiftungen gehören. Private Waldbesitzer werden nicht enteignet, können ihre Flächen aber auf freiwilliger Basis beisteuern. Ziel ist es laut Kreisverwaltung, die Natur in großen Teilen sich selbst zu überlassen und so die Wildnis und den Tourismus in unserer Region gezielt zu fördern.
Kritik und Sorgen
Die CDU-Fraktion lehnt das Projekt aktuell ab und sieht mögliche Gefahren für die heimische Wirtschaft. Sie befürchtet zudem, dass wichtige Verkehrsprojekte wie die „Route 57“ durch den Park behindert werden könnten. Auch das Risiko für Waldbrände durch liegendes Totholz wird von den Kritikern als besorgniserregendes Argument angeführt.
400 Fragen geklärt
Expertengruppen haben in den vergangenen Monaten rund 400 Fragen von Bürgern, Vereinen und Verbänden detailliert beantwortet. Diese Ergebnisse liegen nun als umfassende Entscheidungshilfe für die heimische Politik vor und sind auch öffentlich einsehbar. Die Verwaltung möchte damit eine sachliche Grundlage für die hitzige Debatte schaffen.
Entscheidung naht
Die Sitzung im Rathaus Geisweid dient der ersten fachlichen Diskussion der Politiker nach der Sommerpause. Die endgültige Entscheidung über eine offizielle Bewerbung beim Land NRW soll der Kreistag in einer Sondersitzung im November treffen. Erst danach würde das Land die Pläne final prüfen und über die Einrichtung entscheiden.