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FC St. Pauli - Eintracht Frankfurt
© Frank Molter/dpa
In Bedrängnis: Frankfurts Torwart Michael Zetterer beim Spiel gegen den FC St. Pauli.
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Nächster Punkt im Abstiegskampf: St. Pauli ärgert Frankfurt

Erst Stuttgart, dann Hoffenheim, jetzt Frankfurt: Abstiegskandidat St. Pauli ärgert in der Bundesliga weiter die Großen. Bei einem Spiel ohne Tore passiert viel außerhalb des Rasens.

Veröffentlicht: Sonntag, 08.03.2026 16:58

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Fußball-Bundesliga

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Hamburg (dpa) - Der FC St. Pauli punktet im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga fleißig weiter. Nach den Siegen gegen die Champions-League-Kandidaten Hoffenheim und Stuttgart holte der Tabellen-15. nun auch ein verdientes 0:0 gegen Eintracht Frankfurt. Das Ergebnis war für die wiedererstarkten Gäste und ihren neuen Trainer Albert Riera sogar glücklich. Denn St. Pauli traf vor 29.546 Zuschauern zweimal den Pfosten.

Pauli-Verteidiger Hauke Wahl gab sich im DAZN-Interview trotz des Haderns über die Pfostentreffer zufrieden: «Wir kämpfen ums nackte Überleben. Dann erwarten wenige Leute einen Punkt, deswegen sind wir glücklich über den Punkt.» Auch bei der Eintracht konnte man mit dem Remis leben. «Es war nicht einfach, den Punkt nehmen wir mit», sagte Eintracht-Stürmer Jonathan Burkardt, der dennoch zugab, dass er «definitiv gerne gewonnen» hätte.

Am meisten passierte bei dieser Partie zunächst außerhalb des Spielfelds. St. Pauli zelebrierte den Weltfrauentag mit einem Fanmarsch nicht-männlicher Anhänger zum Millerntor-Stadion. Ein Notarzt-Einsatz auf der Gegentribüne sorgte dafür, dass beide Fanlager während der ersten Halbzeit kurzzeitig die Unterstützung einstellten.

Linienrichter verletzt sich

Kurz vor der Pause kam es dann auch noch zu einem Rollentausch innerhalb des Schiedsrichter-Teams (41.): Linienrichter Christian Dietz verletzte sich an der Wade, musste behandelt werden und konnte zumindest nicht mehr weiter an der Seitenlinie auf und ab laufen. Nach einer mehrminütigen Unterbrechung übernahm deshalb der 4. Offizielle Eric Weisbach seinen Job - und Dietz stellte sich mit bandagiertem Unterschenkel zumindest bis zur Halbzeit zwischen die beiden Trainerbänke. In der zweiten Hälfte sprang der Schiedsrichter-Beobachter des DFB für ihn ein, der dafür von der Tribüne geholt wurde.

St. Paulis überzeugender Auftritt ging daneben beinahe etwas unter. Die Hamburger verschanzten sich nicht etwa am eigenen Strafraum, sondern störten den Frankfurter Spielaufbau schon früh. «Wenn wir zu Hause spielen, müssen wir höher angreifen, um die Fans mitzunehmen. Wenn das Stadion angezündet ist, ist es für jede Mannschaft eklig, hier zu spielen», sagte Wahl. Das wirkte. Die Eintracht kam zwar in der ersten Hälfte auf einen Ballbesitzanteil von 67 Prozent. Doch den Ball hatten die Gäste überwiegend in Bereichen, in denen sie niemanden wehtaten.

Zwei Pfostenschüsse von St. Pauli

Die besten Chancen hatte St. Pauli mit zwei Pfostentreffern in nur kurzer Zeit: In der 23. Minute hatte dieses Pech zunächst Mathias Pereira Lage. Er schoss aus kurzer Distanz ans Aluminium, nachdem ihm Tomoya Ando den Ball zuvor im Fallen mit dem Hinterkopf vorgelegt hatte. Der Pfostenschuss von Danel Sinani (31.) sah aus 20 Metern vergleichsweise unspektakulär aus.

Die Frankfurter kamen erst zu Beginn der zweiten Halbzeit wirklich gefährlich vor das gegnerische Tor. Der Franzose Jean-Matteo Bahoya enteilte auf der linken Seite, aber scheiterte mit seinem Schuss aus elf Metern an St. Paulis Torwart Nikola Vasilj (46.).

Die Hamburger ließen sich nun etwas tiefer fallen als noch vor der Pause. Die optische Überlegenheit der Eintracht wurde dadurch noch größer. Frankfurt blieb jedoch weiter völlig ungefährlich. Selbst als der Japaner Ando durch ein unnötiges Foul einen gefährlichen Freistoß in Strafraumnähe verursachte, schoss Fares Chaibi den Ball weit über das Tor (65.).

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FC St. Pauli - Eintracht Frankfurt
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Musste verletzt ausgewechselt werden: Schiedsrichter-Assistent Christian Dietz (r).
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FC St. Pauli - Eintracht Frankfurt
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Große Chance für St. Pauli: Paulis Mathias Pereira Lage (r) trifft nur den Pfosten.
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FC St. Pauli - Eintracht Frankfurt
© Frank Molter/dpa
St. Paulis Kapitän Jackson Irvine (l) wird von Frankfurts Nathaniel Brown gestört.
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