Nach dem Unfall eines Reisebusses am frühen Sonntagmorgen auf der Autobahn 45 bei Wenden sucht die Autobahnpolizei nun Zeugen, die den Unfall gesehen haben. Der blaue Reisebus fuhr kurz vor halb sieben über die A 45 in Richtung Dortmund. In einer leichten Linkskurve geriet der Bus nach rechts von der Fahrbahn ab und kippte auf die Seite. Die Autobahnpolizei fragt nun: wer hat den blauen Reisebus vor dem Unfall gesehen und Auffälliges beobachtet? Wer hielt an der Unfallstelle an, um erste Hilfe zu leisten? Das Verkehrskommissariat des Polizeipräsidiums bittet um Hinweise unter Telefon 0231 / 132 47 21.
Umfangreiche Spurensicherung vor Ort
Die Polizei hat noch keinerlei Anhaltspunkte zur Unfallursache. Die Spuren am Unfallort und der technische Zustand des Reisebusses lasse laut Polizei bislang keine Schlüsse zum Unfallhergang zu. Ein Verkehrsunfallaufnahme-Team hat Bus und Unfallstelle neuneinhalb Stunden lang untersucht. Unter anderem ist ein 3-D-Bild von der Unfallstelle entstanden. Die Polizei wird die Insassen des Busses als Zeugen befragen, um weitere Informationen zu erhalten.
Alle Verletzten haben Krankenhaus verlassen
Der Reisebus war auf dem Weg nach London. 67 Schülerinnen und Schüler sowie fünf Lehrkräfte des Steinmühle-Gymnasiums in Marburg sowie der Busfahrer sind von dem Unfall betroffen. 18 Mädchen und sieben Jungen erlitten leichte Verletzungen. Drei Mädchen und ein Junge wurden schwer verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert. Am heutigen Montag konnten sie schon wieder entlassen werden. Der Busfahrer ist bei dem Unfall leicht verletzt worden.
Schulleiter dankt DRK-Kinderklinik Siegen
Der Leiter des Steinmühle-Gymnasiums, Björn Gemmer, hat heute nach Rücksprache mit Schülern, Eltern und Lehrkräften allen Einsatzkräften und dem Personal der DRK-Kinderklinik in Siegen gedankt. “Das alles war vorbildlich und sehr schnell organisiert. Es gab keine Minute, in der sich jemand unbetreut gefühlt hat. Die Lob für Lehrerinnen und Lehrer Schülerinnen und Schüler waren in der Siegener Kinderklinik in guten Händen.”
Lob für Lehrerinnen und Lehrer
Die DRK-Kinderklinik in Siegen setzte unter anderem psychologisch geschultes Personal und eine Seelsorgerin ein. Unter dem Eindruck des Geschehens standen auch die fünf Lehrerinnen und Lehrer des Gymnasiums. “Die Lehrkräfte stellten die eigenen Bedürfnisse zurück, um sich ausschließlich um das Wohlergehen der Schülerinnen und Schüler sorgen zu können. Das alles war sehr professionell on dieser akuten Situation”, sagte der Sprecher der DRK-Kinderklinik, Arnd Dickel.
"Alle waren angeschnallt - das sollte jeder wissen"
Schulleiter Björn Gemmer ist heilfroh darüber, dass alles Schülerinnen und Schüler die Kinderklinik wieder verlassen können - denn: “Alle waren angeschnallt. Das sollte jeder wissen.”