
Die Stadtverwaltung Siegen ist verwundert über eine Blitzumfrage der Industrie- und Handelskammer Siegen zur Siegener Schullandschaft. Demnach hat sich eine Mehrheit der Siegener Unternehmen für den Erhalt der drei Haupt- und Realschulen im Stadtgebiet ausgesprochen. Diese Schulen würden einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung in der Region leisten. Die Stadt verweist darauf, dass die meisten Gesamtschüler nach Klasse 10 abgehen – um eine Ausbildung zu machen oder an Berufskollegs oder in die Berufsvorbereitung zu wechseln. Laut Schuldezernent Andree Schmidt müssten die IHK-Unternehmen schon jetzt erkennen, dass die Mehrzahl ihrer Azubis eine Gesamtschule besucht hat.
Schließung von Haupt- und Realschulen im Kammerbezirk
Die Stadt wundert sich auch, dass sich die IHK hier auf die Stadt Siegen als eine von vielen Kommunen in ihrem Zuständigkeitsbereich fokussiert, statt regional und gesamtgesellschaftlich zu agieren. So wurden im Kreis Olpe nahezu alle Hauptschulen und eine Vielzahl von Realschule in den vergangenen Jahren aufgelöst. Im Kreis Siegen-Wittgenstein wurden die Realschulen in Burbach, Freudenberg, Netphen und Neunkirchen sowie die Hauptschulen in Burbach, Erndtebrück, Freudenberg, Hilchenbach, Bad Laasphe, Netphen und Neunkirchen aufgelöst. All diese Schulschließungen seien ohne Intervention der IHK erfolgt.