
Der NABU Siegen-Wittgenstein kämpft weiter um den Fortbestand der frei lebenden Wisente in den Wittgensteiner Wäldern. Derzeit wird die einst freie Herde in einem Gatter gehalten. Das verstoße klar gegen Tierschutz-Vorgaben der EU, heißt es vom Naturschutzbund. Einen Gang vor Gericht schließt der NABU deshalb nicht aus. Man hoffe aber zunächst darauf, dass die Kreisverwaltung ihre Hausaufgaben erledige, so der NABU. An der Finanzierung müsse das Projekt aber auf keinen Fall scheitern, so Prof. Dr. Klaudia Witte, die 1. Vorsitzende des NABU Siegen-Wittgenstein, im Radio Siegen-Interview:
Zudem würden bald neue Kälber geboren, so Witte. In freier Wildbahn würde sich die Herde dann von den Bullen trennen. Im jetzigen Gatter sei das nicht möglich, im Gegenteil. Witte ist daher überzeugt davon, dass das Ganze so kein Dauerzustand sein kann:
Beenden könne weder der Kreis noch das Land das Wisentprojekt, so Witte. Das sei nur im Einvernehmen mit allen Beteiligten der Koordinierungsgruppe möglich. Zu denen gehört auch der NABU und der will einem AUS auf keinen Fall zustimmen. Der Kreis Siegen-Wittgenstein sieht das anders.

