Anzeige
Multiples Systemversagen
© Marius Becker/dpa
Teilen:

Multiples Systemversagen

Laut Prof. Gebhard Rusch von der Universität Siegen gab es beim Hochwasser 2021 ein "mutiples Systemversagen des Warn- und Katastrophenschutzsystems in Bund, Ländern und Kommunen".

Veröffentlicht: Freitag, 02.12.2022 14:48

Anzeige

Mehr als 180 Menschen sind im Juli 2021 durch das Hochwasser in Rheinland-Pfalz und NRW gestorben. Ein Forscherteam der Universität Siegen hat die Krisenkommunikation während des Hochwassers analysiert. Professor Gebhard Rusch sagt: es habe ein multiples Systemversagen des Warn- und Katastrophenschutzsystems in Bund, Ländern und Kommunen gegeben. Rusch findet, Warnungen müssten besser veranschaulicht werden. Es reiche nicht aus, nur zu warnen. Menschen müssten unmissverständlich aufgefordert werden, zu handeln. Ansonsten bestehe Gefahr für Leib und Leben. Warnapps wie NINA oder Katwarn könnten solche Lücken nicht wirksam schließen. Das neue „Cell Broadcast System“ sei eine deutliche Verbesserung. Die finale Lösung könne es aber nicht sein, so Professor Rusch. Der Bund stellt für das Forschungsprojekt 1,5 Millionen Euro bereit. Die Uni Siegen ist daran beteiligt, die Federführung liegt bei der RWTH Aachen.

Anzeige
Anzeige
Anzeige