
Rund ein Jahr nach dem gewaltsamen Tod einer 23-jährigen Frau aus Dreis-Tiefenbach geht der Mordprozess gegen ihren früheren Lebenspartner am Landgericht Siegen auf die Zielgerade. Der heute 24 Jahre alte Mann soll die junge Frau auf einem Feldweg in Emmerich nahe der deutsch-niederländischen Grenze laut Staatsanwaltschaft mit zahlreichen Messerstichen getötet haben.
Angeklagter äußerte sich nicht
Im bisherigen Verlauf der Hauptverhandlung vor der Schwurgerichtskammer hat sich der Angeklagte bisher nicht zu den Tatvorwürfen geäußert. Das Verfahren hatte Anfang Februar vor dem Siegener Landgericht begonnen. Im Prozessverlauf war es zu Verzögerungen gekommen. Am Montag (5.8.2024) werden nun die Plädoyers von Anklage und Verteidigung erwartet. Mit einem Urteil wird am Mittwoch (7.8.2024) gerechnet.
23-jährige mit Messer getötet
Die 23-jährige war im August 2023 verschwunden und mit großem Aufwand rund um Dreis-Tiefenbach gesucht worden. Ein Bauer fand die Leiche im etwa 200 Kilometer entfernten Emmerich. Ihr früherer Partner war kurz nach der Tat festgenommen worden. Die beiden haben zwei gemeinsame Kinder, die in der Obhut des Jugendamtes sind. Laut Anklage waren die beiden mit ihren Kindern und einer weiteren Person zu einem kurzen Aufenthalt mit dem Auto in die Niederlande gefahren. Zu dem mutmaßlichen Mord sei es auf dem Rückweg gekommen. Anwesend war ein als “Zeuge” beschriebener Mann. Der Angeklagte soll seine Partnerin genötigt haben, diese Person oral zu befriedigen. Als sich die Frau niedergekniet habe, tötete der Angeklagte sie der
Staatsanwaltschaft zufolge hinterrücks und auf brutalste Weise mit dem Messer. Der sogenannte “Zeuge” war in dem Verfahren laut einer Gerichtssprecherin ebenfalls vernommen worden. Er sei nicht mitangeklagt.
