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Mord-Anklage erhoben
© Bernd Müller
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Mord-Anklage erhoben

Nach dem gewaltsamen Tod einer 23jährigen Frau aus Dreis-Tiefenbach hat die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben.

Veröffentlicht: Montag, 04.12.2023 14:38

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Knapp vier Monate nach dem gewaltsamen Tod einer 23jährigen Frau aus Dreis-Tiefenbach hat die Staatsanwaltschaft Mordanklage gegen ihren früheren Lebenspartner erhoben. Der Mann sitzt in Untersuchungshaft. Er war kurz nach der Tat festgenommen worden.

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Stiche und Schnitte am Körper der Getöteten

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Die zweifache Mutter war Mitte August von ihrer Familie vermisst gemeldet worden. Es gab eine große Suchaktion am Heckersberg in Dreis-Tiefenbach. Dann fand ein Bauer an einem Feldweg in Emmerich an der deutsch-niederländischen Grenze eine weibliche Leiche mit Verletzungen durch Messerstiche. Es stellte sich heraus, dass die gefundene Tote identisch mit der Vermissten aus Dreis-Tiefenbach war. Staatsanwalt Fabian Glöckner wirft dem Beschuldigten Mord aus Heimtücke vor. Die Höchststrafe dafür ist lebenslange Haft.

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Beschuldigter hat mehrere Vorstrafen

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Der Tatverdächtige war im Jahr 2016 aus Syrien nach Deutschland gekommen. Er hat Vorstrafen wegen Diebstahls, Drogenbesitzes und Ehrverletzungsdelikten. Ende September hatte das NRW-Justizministerium als Antwort auf eine kleine Anfrage eines Landtagsabgeordneten zum Stand der Dinge informiert: demnach soll der Beschuldigte am Montag, 14. August 2023, mit seiner ehemaligen Lebensgefährtin - dem späteren Tatopfer – den beiden gemeinsamen Kindern sowie einer weiteren männlichen Person in Richtung Niederlande aufgebrochen sein. Auf einem Feldweg in Emmerich habe der Beschuldigte das Fahrzeug gestoppt und dieses zusammen mit dem Tatopfer verlassen. Er habe mehrfach mit einem mitgeführten Messer auf das Tatopfer eingestochen, wodurch die junge Frau gestorben sei. Gesicherte Erkenntnisse über das Tatmotiv gibt es nicht. Der Angeklagte bestreitet die Tat. 

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