
Die Zahlen lassen aufhorchen: In NRW wurden 2019 insgesamt mehr als 6.800 Fälle erfasst, in denen ein Messer als Tatwaffe verwendet wurde. Diese Zahl hat NRW-Innenminister Herbert Reul jetzt bekannt gegeben. Es ist das erste Mal, dass in NRW Messerangriffe in einer gesonderten Statistik erfasst wurden. Auch in Siegen-Wittgenstein kamen letztes Jahr bei Straftaten nicht selten Stichwaffen zum Einsatz. Laut Polizei-Pressesprecher Michael Zell gab es bis zum November insgesamt 106 Fälle. In 37 Fällen wurden tatsächlich Messer wie z.B. Spring- oder Klappmesser verwendet. Ansonsten nahmen Täter auch mit anderen Stichwaffen wie z.B. einem Schraubendreher vorlieb. Zahlen für das komplette Jahr 2019 liegen erst im Februar vor. Aktuell seien noch nicht alle aufgenommen Fälle des letzten Jahres abgeschlossen, so Zell.