
Kurpark-Messerstecherei vor Gericht
Nach dem tödlichen Messerstich im Freudenberger Kurpark im März steht der Täter jetzt vor Gericht. Der 20-Jährige Mann soll mit einem Messer auf zwei junge Männer losgegangen sein. Einer starb durch einen Stich in den Bauch. Und das, obwohl er knapp zwei Monate lang immer wieder operiert wurde. Der andere hat Verletzungen am Arm davongetragen. Heute wurden vor dem Siegener Landgericht weitere Zeugen gehört.
Arzt kämpfe ums Opfer
„Er kam mehr tot als lebendig bei uns an“, so ein Facharzt zu dem Zustand des Opfers, als er auf die Intensivstation geliefert wurde. Der Messerstich soll rund 15 Zentimeter tief in den Bauch eingedrungen sein. Dabei wurde der Magen durchstochen - Milz, Niere und Bauchspeicheldrüse wurden schwer verletzt.
Psychiater sagt: Schuldunfähig
Der Angeklagte leidet laut Gutachten an einer paranoiden Schizophrenie und habe Stimmen in seinem Kopf gehört. Diese hätten ihm gesagt, dass er den Mann töten solle. Aufgrund dieser Persönlichkeitsstörung sei er schuldunfähig, so der Gutachter. Er solle deshalb statt in einem Gefängnis in einer Psychiatrie untergebracht werden.