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Messer gezückt
© Bundespolizei
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Messer gezückt

Die Bundespolizei hat den Siegener Bahnhof vom 6. bis zum 8. Mai erneut zur "Waffenverbotszone" erklärt.

Veröffentlicht: Freitag, 29.04.2022 04:05

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Warum hat ein 15jähriger ständig ein Messer bei sich? Im Fall eines Jugendlichen aus Netphen hat sich das am frühen Mittwochabend am Bahnhof Siegen gezeigt: der polizeibekannte 15jährige hielt einem 17jährigen ein schwarzes Messer an den Bauch, weil er dessen Smartphone rauben wollte. Das klappte nicht, der 15jährige wurde von der Bundespolizei festgenommen. Vor dem Hintergrund solcher Ereignisse hat die Bundespolizei auch den Siegener Bahnhof vom 6. bis zum 8. Mai erneut zu einer „Waffenverbotszone“ erklärt. Dann darf man dort keine gefährlichen Gegenstände oder Waffen dabei haben. Das soll abends und nachts verstärkt kontrolliert werden. 

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Immer wieder werden Waffen entdeckt

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Immer wieder finden Bundespolizistinnen und Bundespolizisten bei Kontrollen von Reisenden unterschiedlichste Waffen und gefährliche Gegenstände. Oft werden die sichergestellten Messer und vereinzelt (Schreck-)Schusswaffen nicht für Straftaten verwandt, sondern als Abschreckung und zur Verteidigung mitgeführt. Die Bundespolizeidirektion Sankt Augustin beobachtet diese Verhaltensweise in ihrem Zuständigkeitsbereich sehr kritisch und hat daher für das Wochenende 6.-8.5.2022 an den Hauptbahnhöfen in Köln, Bonn und Siegen sowie an den Bahnhöfen in Köln Süd und Siegburg/Bonn eine Allgemeinverfügung "zum Verbot des Mitführens von Schusswaffen, Schreckschusswaffen, Hieb- und Stichwaffen sowie Messern aller Art", eine sogenannte Waffenverbotszone, erlassen. Mit besonderem Augenmerk auf gefährliche Gegenstände und Waffen, werden Einsatzkräfte der Bundespolizei im o.g. Zeitraum von jeweils 18 - 6 Uhr verstärkte Kontrollen in den betreffenden Bahnhöfen durchführen und wenn nötig Platzverweise aussprechen sowie Zwangsgelder erheben.

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Vermeintliches "Gefühl der Stärke"

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Die Anzahl festgestellter Gewaltdelikte auf Bahnanlagen bewegt sich bundesweit seit Jahren auf anhaltend hohem Niveau. Allein im Zuständigkeitsbereich der Inspektion Köln verzeichnete die Bundespolizei seit Oktober 2021 über 180 Vorgänge, die in Zusammenhang mit Waffen oder anderen gefährlichen Gegenständen standen. Einen besonderen Schwerpunkt bildet hierbei das Mitführen von Messern unterschiedlichster Art. Neben Einhand-, Butterfly-, Cutter-, Klapp-, Brot-, Spring- oder Kampfmessern sind es zunehmend auch alltägliche Küchenmesser, die Bahnreisende nach eigener Aussage oft zum Schutz und für "das Gefühl der Stärke" mit sich führen. Besonders mit Blick auf möglichen Alkoholkonsum oder er Einnahme anderer Betäubungsmittel, sinkt oft die Aggressionsschwelle und steigt die Gewaltintensität, die sich nicht nur gegen Reisende sondern auch gegen Einsatzkräfte richtet.

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