
Die erste Fahrrad-Fahrspur in Siegen kommt: am Montag, 8. April 2024, soll in Geisweid das erste Teilstück der neuen Umweltspur in Siegen eingezeichnet werden. Die Markierungsarbeiten beginnen an der Einmündung Bahnstraße/Geisweider Straße. Die Umweltspur ergänzt das vorhandene Radnetz im Stadtgebiet. Der erste Abschnitt umfasst den rund 250 Meter langen Bereich zwischen der Bahnstraße und der Rijnsburger Straße.
Einer von zwei Fahrstreifen fällt weg
Die Stadt Siegen plant auf der rund 5 Kilometer langen Strecke zwischen dem Busbahnhof Geisweid und der Innenstadt eine so genannte "Umweltspur" auf dem Straßenzug Weidenauer Straße - Hagener Straße - Sandstraße. Diese darf ausschließlich von Fahrrädern und ÖPNV befahren werden. Dafür wird ein Fahrstreifen in der gesamten Breite zu einer Radspur umgewandelt, der mit dem Zusatz "Linienverkehr frei" auch für Busse zugelassen ist. Busse können, müssen aber nicht die Umweltspur befahren. Dazu Bürgermeister Steffen Mues:
Im Radio Siegen-Interview hat Steffen Mues klargestellt, dass Politik und Verwaltung nicht vorhaben, mit der Umweltspur die Autos aus Siegen zu verdrängen:
Weiße und rote Markierungen
Rund 3.000 Quadratmeter Fläche (etwa in Einmündungsbereichen, wo Autofahrer die Spur wechseln) werden rot markiert. Auf 4,5 Kilometern Länge werden ein "durchgehender Breitstrich" und Piktogramme aufgetragen, außerdem wurde die Beschilderung des Radwegenetzes aktualisiert. Der Rat der Stadt Siegen hatte die Einrichtung der Umweltspur in seiner Sitzung am 21. Juni des vergangenen Jahres beschlossen.
Umweltspur bis Mitte Juni fertig
Ist das jeweilige Teilstück der Umweltspur markiert, kann es direkt von Radfahrern und ÖPNV befahren werden. Abhängig von der Witterung sollen die gesamten Markierungsarbeiten bis Mitte Juni abgeschlossen und die Umweltspur zwischen Geisweid und Siegen somit nutzbar sein. Die Gesamtkosten liegen bei rund 310.000 Euro. "Unser Ziel ist, auf diesem Weg den Umweltverbund aus Rad- und Fußverkehr wie den ÖPNV zu stärken", so Stadtbaurat Henrik Schumann. "Die Weidenauer Straße, die Hagener Straße und die Sandstraße bilden die Hauptachse, damit Radfahrerinnen und Radfahrer ihre Ziele vor Ort schnell und sicher erreichen können, auch für den ÖPNV soll sich die verkehrliche Situation verbessern." Für die Planung wurde ein digitales Verkehrsmodell genutzt, mit dem simuliert wurde, wie sich der Verkehr ändert, wenn Straßen anders konzipiert werden. Henrik Schumann geht davon aus, dass es einige Zeit dauern wird, bis sich die Autofahrer an die neue Situation gewöhnt haben werden:
Verlauf der Umweltspur
Sind die Markierungs- und Beschilderungsarbeiten abgeschlossen, dann geht es von Siegen nach Geisweid vom Kölner Tor aus in die Friedrichstraße und links in die Emilienstraße. Wer von dort rechts in die Sandstraße abbiegt, ist auf dem ersten Teilstück der neuen Umweltspur und kann über die Hagener Straße weiterfahren. Anschließend geht es rechts in die Gießereistraße (diese wird als Fahrradstraße ausgewiesen) über den Bahnübergang in der Samuel-Frank-Straße und auf die Weidenauer Straße bis zum HTS-Anschluss in Geisweid. Hier wechseln Fahrräder dann auf den Radweg unter die HTS und können dort bis zum ZOB Geisweid weiterfahren.
Gegenrichtung startet am Geisweider ZOB
Auch die Gegenrichtung nach Siegen startet am Geisweider ZOB. Hier überqueren Radfahrende zunächst die Geisweider Straße über die dortige Fußgängerampel und nutzen den Radweg unter der HTS bis zur HTS-Anschlussstelle Geisweid. Dort wechseln sie auf die neue Umweltspur auf der Weidenauer Straße und fahren bis zur Hagener Straße weiter. Anschließend geht es rechts durch die Porschestraße und den Sieghütter Hauptweg. Von dort folgt ein weiterer Teil der Umweltspur auf der Sandstraße bis zur Abzweigung Mühlenstraße.

