
Marien-Krankenhaus in Siegen zufrieden nach einem Jahr NRW-Krankenhausplanung
Ein Jahr nach Inkrafttreten der NRW-Krankenhausreform zieht das St. Marien-Krankenhaus in Siegen eine positive Bilanz. Die gesetzlich geforderten Spezialisierungen in den Bereichen Gelenk-, Herz- und Krebstherapien setze man um, sagen die Verantwortlichen.
Veröffentlicht: Montag, 01.06.2026 03:30
Die neuen Regelungen der NRW-Landesregierung haben die Krankenhauslandschaft im Siegerland verändert.
So sieht die Reform aus
Seit April 2025 gilt der neue Krankenhausplan in Nordrhein-Westfalen. Ziel ist es, dass Kliniken sich auf bestimmte Fachbereiche spezialisieren, anstatt alle Leistungen überall anzubieten.
Hierauf spezialisiert sich das Marien
Das St. Marien-Krankenhaus konzentriert sich nun vor allem auf die Bereiche Herz, Gelenke und Krebs. Die Gefäßchirurgie wurde im Zuge der Reform an das Jung-Stilling-Krankenhaus abgegeben.
Netzwerk mit Olpe
Ein wichtiger Teil der Reform ist die Zusammenarbeit zwischen dem GFO-Verbund im Sauerland mit 18 Krankenhäusern und der Marien-Gesellschaft im Siegerland mit dem Marien-Krankenhaus. Patienten können so etwa unkompliziert von einer Klinik in die nächste verlegt werden - je nachdem, was wo angeboten wird.
Patienten haben die Wahl
Trotz der engen Kooperation mit Olpe haben Patienten in Siegen weiterhin eine Wahlmöglichkeit, betonen die Verantwortlichen im Marien-Krankenhaus. Wer nicht in das Sauerland verlegt werden möchte, kann sich auch für andere Häuser wie das Klinikum Siegen oder das Jung-Stilling-Krankenhaus entscheiden.
Ganz vorne beim Thema Krebs
Der NRW-Krankenhausplan sieht vor, dass das Marien-Krankenhaus für Krebs-Behandlungen zuständig ist. Deshalb gibt es hier ein neues Onkologie-Zentrum mit allerneuester Technik und modernen Behandlungsmethoden.
Moderne Geräte und Therapien
Ein neuer Linearbeschleuniger ermöglicht etwa in der Strahlentherapie eine millimetergenaue und schonendere Behandlung von Tumoren. Anfang des Jahres 2026 wurde er eingeweiht. Außerdem wird am Marien-Krankenhaus die sog. "Präzisionsonkologie" angewandt. Dabei wird ein Tumor auf sein Erbgut untersucht, damit die passende Krebs-Therapie individuell auf den Patienten abgestimmt werden kann.
