
Vor dem Siegener Landgericht fand heute der Prozessauftakt gegen einen 20-jährigen Mann aus Kreuztal statt. Er soll im vergangenen August einen 74-jährigen in dessen Wohnung in Vormwald getötet haben. Dabei stach er ihm zunächst mit einem Schraubenzieher in die Augen und nutzte anschließend eine Gartenschere, um das Opfer umzubringen. Die Staatsanwaltschaft spricht von einem „Mord aus Habgier“. Der 20-jährige wollte in der Wohnung des Opfers Rauschmittel finden und zwei teure E-Bikes auf den Namen des Opfers bestellen. Dafür füllte er einen Überweisungsträger in Höhe von über elf Tausend Euro auf dessen Namen aus. Am heutigen Prozesstag hielt er aufgeregt seine Unterlagen vor das Gesicht, als die Journalisten Fotos von ihm machen wollen. Der 20-jährige leidet unter paranoider Schizophrenie und wurde daher von der Staatsanwaltschaft für schuldunfähig erklärt. Trotzdem stelle er eine Gefahr für die Allgemeinheit dar. Man könne nicht ausschließen, dass er so eine Tat wieder begeht, so die Richterin heute. Gegenüber der Polizei sagte der Mann, er habe schon seit langer Zeit den Wunsch mal einen Menschen zu töten. Die Staatsanwaltschaft hat beantragt, den 20-jährigen dauerhaft in der geschlossenen Psychiatrie unterzubringen.